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Von Hugo sieht Amtsgericht nicht in Gefahr

Jahresbericht veröffentlicht Von Hugo sieht Amtsgericht nicht in Gefahr

Als zu teuer, zu klein und nicht zukunftsorientiert kritisiert der Landesrechnungshof in seinem Jahresbericht kleine Amtsgerichte. Auch der Standort Duderstadt wäre auf der Streichliste, käme die Prüfbehörde mit ihrer Forderung nach einer Reduzierung der Anzahl durch.Jahresbericht

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Derzeit existieren in Niedersachsen 80 Amtsgerichte. Ein „Luxus“, wie Ministerialdirigent Hermann Palm kommentierte. 29 von ihnen seien unwirtschaftlich und damit verzichtbar, werteten die Prüfer in ihrem Jahresbericht. Basis für einen Fortbestand solle die Beschäftigung von sechs Richtern sein.

Unter dieser Voraussetzung wären die Standorte Duderstadt, Hann. Münden Einbeck, Osterode, Bad Gandersheim und Herzberg gefährdet. Allerdings, sagt der Direktor des Duderstädter Amtsgerichts, Gerhard von Hugo, komme es nicht allein auf die Anzahl der Richter an, „sofern genügend Arbeit zu tun ist“. Derzeit sei dies in Duderstadt der Fall.

Das örtliche Amtsgericht zählt zu den Kleinstgerichten. Sie stehen in der Kritik, da sie nach Ansicht der Rechnungsprüfer bei geringer Größe relativ hohe Kosten, etwa beim Personal, erzeugten.

Ein weiteres Problem, so die Kritiker, seien historische Gebäude. Sie seien nicht nur teuer in der Unterhaltung, sondern häufig nicht für jeden zu erreichen. Auch in Duderstadt befindet sich das Gericht in einem denkmalgeschützen Haus. Ein Problem sei das aber nicht, sagt von Hugo: „Das Gebäude ist saniert und barrierefrei umgebaut“, begründet er. Somit sei es funktionsfähig auch für ältere und immobile Menschen.

Die Forderung des Landesrechnungshofes nach Schließung oder Zusammenlegung von Gerichten hält von Hugo im Falle Duderstadts für derzeit nicht umsetzbar, nicht nur wegen der weiten Entfernungen, die Besucher dann auf sich nehmen müssten. „Die Landesregierung und das Oberlandesgericht haben sich klar dagegen ausgesprochen“, erklärt er. Dies bedeute nicht, dass Duderstadt einen „Freifahrtschein für die Zukunft“ habe. „Aber derzeit sind wir handlungsfähig.“ne

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©Richter