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Von der Demarkationslinie zur Todesfalle

Literatur Von der Demarkationslinie zur Todesfalle

Im 20. Jahr des Falls der innerdeutschen Grenze hat Horst Gundlach aus Bad Sachsa jetzt sein Buch „Die deutsch-deutsche Grenze im Südharz“ vorgestellt. Es ist eine Dokumentation der Ereignisse von 1945 bis 1990.

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Bedrückende Erinnerung: Über 40 Jahre trennte die scharf bewachte Grenze Deutschland.

Quelle: Mischke

 Auf immerhin 235 Seiten zeichnet Gundlach ein ungewöhnlich breit angelegtes Bild der Verhältnisse diesseits und jenseits der innerdeutschen Grenze. Sie entwickelte sich von unbefestigten Demarkationslinien der von den Siegermächten gebildeten Sektoren zu einer der bestbefestigten Sperranlagen dieser Welt. Selbstschussanlagen, Minenfelder, Wachtürme und mit Strom geladene Zäune machten die Flucht aus der sozialistisch regierten DDR zu einem gefährlichen Unternehmen, das dann auch nicht wenige mit dem Leben bezahlten. 

Wie sich der Ausbau der Grenze vollzog, mit welchen Widrigkeiten die Bewohner der Grenzregion zu leben hatten, das beschreibt Gundlach minutiös. Er hat umfangreiche Recherchen in einschlägigen Archiven, Erlebnisberichte von Zeitzeugen und Pressemitteilungen ausgewertet. Ergänzt werden die Texte durch über 150 Abbildungen, die eine Vorstellung davon geben, wie sich die Sperranlagen in der Grenzregion nach und nach veränderten. 

Horst Gundlach: Die deutsch-deutsche Grenze im Südharz, ISBN978-3-00-026357-6, 235 Seiten, Preis 21,80 Euro. 

                                                                                                                  Von Sebastian Rübbert

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