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Vor der Hochzeit kein Besuch im Badehaus

Eichsfelder Heimatzeitschrift Vor der Hochzeit kein Besuch im Badehaus

Zum 10.10.10 wird es wieder viele Hochzeiten geben – allerdings werden sich Art und Aufwand für diese Hochzeiten deutlich von denen vergangener Jahrhunderte unterscheiden. Dazu gibt es in der neuesten Ausgabe der Eichsfelder Heimatzeitschrift einen Beitrag unter der Überschrift „Verbote und Strafen zur Hochzeit“.

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Heiligenstädter Lindenallee: Mit Bäumen dicht bestanden, präsentiert sie sich um das Jahr 1900.

Quelle: Sammlung Lauerwald

Seit dem 16. Jahrhundert sind in Duderstadt Hochzeitsordnungen bekannt, die insbesondere darauf abzielten, dass auf Brautleute und deren Eltern durch zu viele Einladungen zu hohe Ausgaben zukämen. So wurde das erste Essen ausschließlich für je sechs „Hochzeitsbitter“ ausgerichtet, und am Abend vor der Hochzeit sollten nicht mehr als 40 Schüsseln serviert werden, was 80 Gästen entsprach.

Am Morgen der Hochzeit wurde dann lediglich eine Brautsuppe gereicht. Streng untersagt wurde der gemeinsame Besuch von Bräutigam und Braut mit Gästen im Badehaus. Wer all diesen Bestimmungen allerdings entgehen wollte, für den bot sich eine Gelegenheit, die mit Geld zu regeln war. Das Brautpaar zahlte der Stadt zwei Mark und konnte dann so viele Gäste einladen, wie es wollte.

Mehr nüchtern-sachlich präsentiert sich der Beitrag von Ulrich Hussong in der neuen Eichsfelder Heimatzeitschrift. Er befasst sich mit der Geschichte der Lorenz-Kellner-Schule in der Heiligenstädter Lindenallee. Sie ist auch auf einem historischen Eichsfeldfoto zu besichtigen, das die eng mit Bäumen bestandene Lindenallee um 1900 zeigt.
Paul Lauerwald beschäftigt sich ausführlich mit der Eisenbahnstrecke Gotha-Leinefelde, die vor nunmehr 140 Jahren das Eichsfeld erreichte.

Ergänzt wird der Bericht durch mehrere historische Fotos aus dieser Zeit. Zu sehen ist beispielsweise der erste Zug auf dem neu eröffneten Haltepunkt Birkungen. Wilhelm Roth beschreibt eine Morgenwanderung rund um Böseckendorf und Peter Anhalt beschäftigt sich mit dem Eichsfeldlied, das im Deutschen Kommersbuch von 1912 auf Seite 500 abgedruckt ist.

Wer die Eichsfelder Heimatzeitschrift noch nicht kennt und ein Probeexemplar wünscht, sollte sich unter Telefon 981922 beim Mecke-Verlag in Duderstadt melden. Die E-Mail Adresse lautet: hz.eichsfeld@meckedruck.de.

Von Sebastian Rübbert

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