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Vorschläge zur Verkehrsregelung in Duderstadt

Stadtbusse auf Bestellung Vorschläge zur Verkehrsregelung in Duderstadt

„Eigentlich sind unsere Ideen gar nicht so weit weg von dem, was die aktuelle Regelung vorsieht“, ist Wilfried Dierkes, Sprecher der Bürgerinitiative Lebendige Stadt Duderstadt, erleichtert.

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Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Duderstadt. Dennoch gebe es einige Punkte, über die bis zur Klärung der Verkehrsregeln in der Marktstraße zu diskutieren sei. Mit dieser Aufgabe beschäftigen sich ein Lenkungsausschuss sowie Arbeitsgruppen.

Eine schriftliche Gegenüberstellung der bestehenden Verkehrsregeln gegenüber den Vorschlägen der BI liegt nun vor. Größter Streitpunkt: Die Zeiten, in denen der Lieferverkehr die Marktstraße durchfahren darf. Die BI setzt sich für eine Beschränkung ein, Gegner halten dagegen, es sei unmöglich, alle Lieferdienste dahingehend umzuorganisieren. Dierkes hingegen verweist auf die Erfahrungen in anderen Städten mit Fußgängerzonen, in denen die Anlieferung zum Teil bis 11 Uhr abgeschlossen sein muss.

„Wir sind da kompromissbereit“, sagt Dierkes und schlägt zwei weitere Stunden am Mittag oder eine Über-Nacht-Regelung vor. Ganz ohne feste Zeiten gehe es nicht: „Irgendwann muss Schluss sein.“ Ausgenommen sollen wie bisher die Marktbeschicker sein. Sie sollen weiter ohne eine zeitliche Begrenzung in die Fußgängerzone fahren können, allerdings nur dann parken dürfen, wenn sie aus ihrem Wagen heraus verkaufen.

„Wir müssen an die älteren Menschen denken“

Damit findet eine alte Regel die Zustimmung der BI. Eine Einigung in der Pollerfrage ist hingegen nicht in Sicht. „Wir haben einen Vorschlag gemacht“, sagt Dierkes. Nun seien die übrigen Vertreter gefragt, sich Gedanken zu machen. Die BI hatte gefordert, mindestens einen Pfahl zu installieren, der Unberechtigte an der Durchfahrt am Gropenmarkt hindert. Dies war abgelehnt worden.

Hinter einer Veränderung einer bestehenden Verkehrsregel um wenige Buchstaben steckt ein ganzes Konzept, das die BI gern umgesetzt sehen würde: Sollten bisher „Linienbusse zum Anfahren der Haltestellen“ freie Fahrt haben, ist im Vorschlag der BI von Stadtbussen die Rede. Diese aber gibt es bisher gar nicht in Duderstadt. „Wir müssen an die älteren Menschen denken“, begründet Dierkes seinen Vorschlag, ein Stadtbussystem nach Vorlage der Rufbusse zu installieren.

Das Prinzip dahinter: Jemand, der den Bus nehmen möchte, kontaktiert das Unternehmen und meldet sich an. Entsprechend der Anzahl der Interessenten fährt ein großes oder kleineres Fahrzeug eine feste Strecke ab. Meldet sich niemand, fährt auch kein Bus. „Die Eichsfeldwerke machen das erfolgreich vor“, sagt Dierkes.

„Das kann alles und nichts sein“

Was die Touristenbusse angehe, könne nach Ansicht der BI alles beim Alten bleiben. Hier allerdings hätten die Verwaltung sowie Vertreter der CDU eine Idee geäußert, die zu beraten sei: Haltepunkte an der oberen und der unteren Marktstraße sollten die einzigen Ein- und Aussteigeplätze für Touristen sein. Bisher ist das Halten zu diesem Zweck in der gesamten Innenstadt möglich.

Für Handwerker fordert die Bürgerinitiative eine Konkretisierung der Regel, die bisher die Durchfahrt bei Montage- und Reparaturarbeiten erlaubt. Allerdings ist nicht festgelegt, dass Handwerker diese in der Fußgängerzone zu erledigen haben müssen – theoretisch könnte also jeder Inhaber einer solchen Ausnahmeregelung die Fußgängerzone als Abkürzung durch die Stadt nehmen. Genau das aber will die BI verhindern und hat diesen Passus mit aufgenommen.

Ein Hintertürchen wollen Dierkes und seine Mitstreiter ganz geschlossen sehen: Die Annahme begründeter Ausnahme- beziehungsweise Härtefälle. „Das kann alles und nichts sein“, sagt Dierkes und schlägt vor, den gesamten Punkt zu streichen.

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