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Kirche und Gewerkschaften

Vortrag über christliche Arbeitnehmervertreter Kirche und Gewerkschaften

Über die katholische Kirche und ihr Verhältnis zu freien Gewerkschaften sowie die Rolle des katholischen Arbeitervereins um 1900 hat am Dienstag Hans-Georg Schwedhelm zu Mitgliedern der Mingeröder Kolpingfamilie referiert. In den Mittelpunkt stellte der Gewerkschaftssekretär Kardinal Georg von Kopp.

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Hans Georg Schwedhelm.

Quelle: R

Mingerode. „Sind christliche Gewerkschaften eigentlich Gewerkschaften?“, fragte Schwedhelm die rund 20 Kolpinger. Eher rhetorisch, denn die Anwort gab der Gewerkschafter sogleich mit: „Nein.“ Zumindest, wenn man nur die Gegenwart betrachte. Da habe in einem Leiharbeiter-Verfahren das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass den christlichen Gewerkschaften Größe und Durchsetzungskraft fehle, mithin ihre Verträge zu arbeitgeberfreundlich ausfielen.

Doch bis Ende des ersten Weltkrieges habe es mit rund einer Million Anhänger durchaus mächtige, der katholischen Zentrumspartei nahestehende Gewerkschaften gegeben. Dem gegenüber standen 1919 jedoch 7,4 Millionen Anhänger kommunistischer, sozialistischer und sozialdemokratischer „freier“ Gewerkschaften. Die Entwicklung dorthin setzt ab 1890 ein, einer Zeit in der der preußische Reichskanzler Otto von Bismarck seinen gegen die katholische Kirche begonnen Kultur- und Kirchenkampf beendete.

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©Richter