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Vortrag und Tipps zur Unterlageneinsicht

Beratung der Stasi-Aktenbehörde Vortrag und Tipps zur Unterlageneinsicht

Eine besondere Beratung für Betroffene des SED-Unrechts bietet das Grenzlandmuseum Eichsfeld am Donnerstag, 27. April, an. In der Zeit von 14 bis 19 Uhr gibt es Tipps zur Akteneinsicht und zu gesetzlichen Regelungen bei der Einsicht.

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Akten zur Einsicht in der Außenstelle Rostock des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Teistungen. Durchgeführt wird der Info-Tag von der Außenstelle Erfurt des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU). Für Betroffene besteht die Möglichkeit, sich rund um das Thema Akteneinsicht beraten zu lassen und einen Antrag zu stellen.

Mitarbeiter der Außenstelle erläutern zum Beispiel, wie der Zugang zu Stasi-Unterlagen zur eigenen Person oder zu verstorbenen nahen Angehörigen beantragt werden kann, ob man Kopien aus Unterlagen sowie die Namen der Inoffiziellen Mitarbeiter bekommen kann. Wer einen Antrag auf Einsichtnahme in die Stasi-Unterlagen stellen möchte, sollte ein gültiges Personaldokument mitbringen. Für interessierte Schulen oder andere Bildungseinrichtungen liegen Publikationen bereit.

Außerdem gibt es Informationen zur Nutzung von Stasi-Unterlagen für Forschung und Medien. Im Anschluss, um 19 Uhr, laden die Außenstelle Erfurt des BStU und das Grenzlandmuseum Eichsfeld zu einer Vortragsveranstaltung ein. „Täuschen und Vertuschen - Mauertote und das MfS“ lautet der Titel des Vortrags von Dr. Christian Booß, Projektkoordinator beim BStU. Er erläutert, wie die Stasi Todesfälle von Flüchtlingen an der innerdeutschen Grenze geheim hielt.

Gerade aus der Zeit Anfang der 1970-er Jahre, als sich die DDR um internationale Anerkennung bemühte, lassen sich einige dieser Vertuschungsmaßnahmen anhand von Dokumenten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv belegen. Wie und in welchem Umfang der Tod von Menschen vertuscht wurde, mit welchen perfiden Methoden die Stasi nahe Verwandte über das Schicksal der Erschossenen täuschte und Angehörige einschüchterte und überwachte, beschreibt Dr. Christian Booß anhand konkreter Fälle.

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