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Waake stöhnt unter Verkehrslärm

Informationsveranstaltung Waake stöhnt unter Verkehrslärm

Damit haben die Waaker nicht gerechnet. Ausgerechnet die Bürger, die weit entfernt von der neuen Ortsumgehung wohnen, leiden am meisten unter dem Verkehrslärm von täglich 13.550 Kraftfahrzeugen. Bei einer Informationsveranstalung im Gemeindehaus machten viele der 60 Bürger ihrem Ärger Luft.

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Quelle: Meder

Waake. Der Motorenlärm und die Abrollgeräusche der Reifen branden aus dem Bereich des Södderichs und der neuen Brücke im Westen des Dorfes ungehindert in den Ort. Dort ist auch der Lärm von der neuen Brücke im Osten zu hören. Von zwei „Tsunami-Wellen“, die während des Berufsverkehrs über Waake zusammenschlagen, sprach ein Teilnehmer. Klagen kommen zudem aus dem Nachbarort Bösinghausen. Viele Bürger nervt insbesondere das Geräusch, das beim Überfahren der Brücken-Dehnungsfugen entsteht. Sie fordern zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen und Blitzer gegen Raser.

„Die Grenzwerte für Wohngebiete werden nach den Berechnungen der Planer nicht überschritten“, erklärte dazu Diplom-Physiker Stefan Rösler vom Akustikbüro Göttingen. Wer vorher ruhig gewohnt habe, so der von Bürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU) hinzugezogene Experte, empfinde neue Geräusche als besonders laut. Für 1000 Euro sei es aber möglich, die Berechnungen an einem Punkt einmal zu überprüfen.

Auch hinsichtlich eines nachträglichen Lärmschutzes zeigte sich Rösler skeptisch. Es sei bereits ein lärmarmer Straßenbelag gewählt worden. Eine drei, vier Meter hohe Lärmschutzwand müsste auf der gesamten Wegstrecke zwischen Södderich und dem Lärmschutzwall im Norden des Dorfes errichtet werden. Auf der Brücke könnte das zu Statikproblemen führen. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung in dem Bereich auf 80 oder gar nur 60 Kilometer pro Stunde werde aufgrund eines Lkw-Anteils von rund zehn Prozent nur einen kaum wahrnehmbaren Effekt haben. Eine spürbare Verbesserung ließe sich wahrscheinlich nur durch Kombination mehrerer Maßnahmen erreichen.

Positiv überrascht von der Ortsumgehung sind nur die unmittelbaren Anwohner, die während der Planungsphase die größten Sorgen hatten. In ihrem Bereich verläuft die Straße hinter einem sieben Meter hohen Wall. Sie hören lediglich ein „Grundbrummen“, hieß es bei der Informationsveranstaltung. Der Gemeinderat will nun über das weitere Vorgehen beraten.

mic

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©Richter