Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Waake will Stromverbrauch und Kosten weiter senken

Straßenbeleuchtung Waake will Stromverbrauch und Kosten weiter senken

Die Gemeinde Waake will weiter versuchen, Stromverbrauch und Kosten bei der Straßenbeleuchtung einzusparen. Die Leuchtmittel in den 170 Straßenlaternen von Waake und Bösinghausen müssen ausgetauscht werden, voraussichtlich kommt moderne LED-Technik zum Einsatz. Durch Nachtabschaltungen wurde in den vergangenen Jahren bereits der Stromverbrauch gesenkt.

Voriger Artikel
Bedeutender archäologischer Fund in Duderstadt
Nächster Artikel
Aquafitness-Kurs im Duderstädter Freibad
Quelle: Gonell/HAZ (Symbolbild)

Waake. „Wir werden verschiedene Leuchtmittel ausprobieren“, sagte Bürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU). Möglicherweise müssten auch Lampenköpfe ausgetauscht werden. Voraussichtlich werde in einer Bauausschusssitzung im Oktober oder November darüber beraten.

Die Straßenbeleuchtung besteht ausschließlich aus Quecksilberdampf-Lampen, die wegen höherer Anforderungen ausgewechselt werden müssen. In diesem Jahr stehen im Haushalt 30 000 Euro für diesen Zweck zur Verfügung. Vietor glaubt nicht, dass der Betrag reicht, sieht die Ausgaben durch höhere Energieeffizienz aber als Investition in die Zukunft. Die Gemeinde will bei der Umstellung mit einem unabhängigen Energieberater zusammenarbeiten.

In Waake und Bösinghausen wird die Straßenbeleuchtung bereits seit 2008 in der Zeit von Mitternacht bis 4 Uhr abgeschaltet. Im Rat war die Abschaltung im Vorfeld umstritten. Für eine Abschaltung sprachen Stromersparnis und die Wiederherstellung eines natürlichen dunklen Lebensraums für Mensch und Tier sowie die geringe Zahl von tatsächlichen Nutzern zu nachtschlafender Zeit.

Gegner führten die Gefahren für den Verkehr, Sicherheitsaspekte und die einmalige Investition in drei Zeitschaltuhren von knapp 5000 Euro an. Festzustellen ist laut Vietor nun, dass sich die Kriminalität seit der nächtlichen Abschaltung nicht verändert hat und nach wie vor kaum wahrnehmbar ist. Es gebe auch nicht mehr Unfälle auf der vollständig unbeleuchteten Ortsdurchfahrt oder auf anderen Gemeindestraßen.

Vietor führt an, dass der Stromverbrauch von gut 70 000 auf gut 40 000 Kilowattstunden jährlich reduziert wurde. Anfangs konnten die Stromkosten von rund 9000 Euro auf ein Minimum von 7000 Euro reduziert werden. Seit 2010 steigen trotz geringeren Verbrauchs die Kosten allerdings durch deutlich höhere Strompreise wieder an. Ohne die Nachtabschaltung wäre für 2014 ein Betrag von rund 16 000 Euro statt rund 10 000 Euro zu zahlen gewesen, erklärt der Bürgermeister.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter