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Wachsender Widerstand gegen Windkraft-Pläne

Standort-Anfrage Wachsender Widerstand gegen Windkraft-Pläne

Gegen die Pläne zur Errichtung von Windrädern in der Samtgemeinde Gieboldehausen formiert sich Protest. Der Gemeinderat von Wollershausen lehnt das Vorhaben ab. Die selben Gründe führen Anlieger des Neubaugebiets Vogelsburg an.

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Bislang im Untereichsfeld noch an einer Hand abzuzählen und von relativ geringer Höhe: eine der Windkraftanlagen in der Nähe des Höherberges.

Quelle: Pförtner

Von Bürgerinitiative könnte und sollte nicht gesprochen werden, sagte Wollershausens Bürgermeister Ulrich Schakowske (SPD) in einem Pressegespräch, an dem dessen Ehefrau Elke sowie Detlef Kirchhoff, CDU-Ratsherr im Rhumeort, teilnahmen. „Beim Bau solcher Windkraftanlagen wären wir am meisten betroffen, weil wir am nächsten dran liegen“, erläuterten die Wollershäuser. Nur knapp 1000 Meter entfernt läge der Mittelberg als Standort von sieben Windkraftanlagen bis zu einer Höhe von 180 Metern.

Unter dem zu erwartenden Schlagschatten, der Befeuerung und dem Lärm hätten die Einwohner Wollershausens besonders zu leiden, erläuterte der Bürgermeister mit Bezug auf einen Ratsbeschluss vom 23. September gegen die Windkraftanlagen. Elke Schakowske wies auf die Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet an der Rhume sowie das Thema Infraschall hin. Gesundheitliche Schäden über mehrere Kilometer Entfernung durch tieffrequenten Schall seien beim Betrieb solcher Windkraftanlagen wissenschaftlich nachgewiesen.

„Der angedachte Windpark in der Samtgemeinde Gieboldehausen wäre hinsichtlich seiner Dimensionierung bisher ohne Beispiel im Untereichsfeld“, heißt es in einer Stellungnahme von Anwohnern des Baugebiets Vogelsburg in Gieboldehausen. Andreas Nathues und Wolfram Döring sehen sich als deren Interessenvertreter. Ebenso wie die Wollershäuser betonen sie, keine Windkraftgegner zu sein. Die Ausweisung eines Windparks mit derartig großen Anlagen sollte aber in größerer Distanz zu Wohn- und Naturschutzgebieten erfolgen. Vergleichbar große Anlagen seien vor allem in Offshore-Regionen anzutreffen.

Die Wollershäuser und Gieboldehäuser sind sich einig. Eine Änderung des Flächennutzungsplans dürfe keinesfalls erfolgen. Mitbürger und Ratsleute sollen entsprechend sensibilisiert werden. „Dem Energieversorger wäre sonst Tür und Tor geöffnet“, sagt Döring. Durch den Wegfall von Höhenbeschränkungen könnten in einigen Jahren sogar noch höhere und leistungsfähigere Anlagen errichtet werden.

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Windkraftanlagen

Beim Blick nach oben auf riesige Rotoren könnte sich bei vielen Einwohnern rund um Gieboldehausen ein Gefühl von Machtlosigkeit einstellen – wenn es dem Energieversorger Vattenfall gelänge, sein Windkraft-Vorhaben oberhalb des Großen Lohbergs umzusetzen.

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