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Wärmendes Willkommensgeschenk

Mini-Decki-Aktion in Mingerode Wärmendes Willkommensgeschenk

Aus alten Laken und Kissen neue Decken für Flüchtlingskinder nähen: Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt der aus der Schweiz stammenden Mini-Decki-Aktion. Mingeröder Frauen haben dazu einen Beitrag geleistet.

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Mini-Decki in ihren Einzelbestandteilen: Aus benutzter Bettwäsche und neuen Inlets werden Kuscheldecken für Kinder.

Quelle: Eckermann

Mingerode. Ein knallbunter Stoffberg empfängt die Besucher des Pfarrheims: Bettbezüge, Laken und größere Stoffreste, die Heike Schwedhelm in der vergangenen Woche gesammelt hat, um daraus neue Decken für Kinder zu nähen. Gemeinsam mit Karin Hühne aus Herzberg hat die Mingeröderin eine Aktion in Mingerode initiiert, mit der das Projekt Mini-Decki unterstützt werden soll: Aus den Stoffspenden sollen Kuscheldecken für Flüchtlingskinder entstehen. Aus dem ganzen Untereichsfeld habe sie Spenden erhalten, berichtet Schwedhelm, teils habe sie sie selbst bei den Spendern abgeholt.

Für eine Decke werde immer ein Stoff mit einem kindlichen Motiv ausgesucht, die andere Seite neutral gehalten, erklärt Hühne. Auf diese Weise würden verschiedene Altersgruppen angesprochen und die Decken seien länger verwendbar. Hergestellt würden sie in zwei Größen, einmal für Babys, einmal für Kinder.

Die gebürtige Schweizerin ist Mini-Decki-Ansprechpartnerin für den Bereich Duderstadt, Herzberg und Göttingen. Sie sammelt Spenden, um Garn, Nadeln und vor allem Inlets für die Decken anschaffen zu können, gibt Hilfestellung, wenn es um die Näh-Anleitungen geht - und ist dabei, wenn sich Ehrenamtliche treffen, um gemeinsam zu nähen. „In Herzberg treffen wir uns einmal monatlich in der Baptistengemeinde, um gemeinsam zu nähen“, berichtet Hühne, die das Projekt dort seit dem vergangenen Herbst betreut.

In Mingerode ist es eine Gruppe engagierter Frauen, die sich zu einem munteren Näh-Nachmittag im Pfarrheim trifft. Zwei Frauen bügeln parallel, damit sich der Stoff leichter verarbeiten lässt. Drei weitere kümmern sich an einem großen Tisch in der Mitte um den Zuschnitt.

Stecken, bügeln, drehen, nähen - gerade einmal eine Stunde sind die Frauen am Werk, da entsteht in einer Ecke des Raumes bereits ein kleiner Haufen säuberlich zusammengelegter Decken. Jede von ihnen trägt das Mini-Decki-Label. „Es kennzeichnet die Decken, damit sie nicht verkauft werden können“, erklärt Hühne. Schließlich solle es sich um Geschenke handeln, „nicht nur zum Zudecken, auch zum Kuscheln.“

Die beschenkten Familien erhielten zu den Decken einen Flyer, auf dem in arabischer Sprache beschrieben sei, was es mit der Aktion auf sich habe. „Wir möchten ein Willkommensgeschenk machen, das Wärme und Geborgenheit vermittelt“, sagt Hühne.

Dieser Gedanke habe auch den Frauen gefallen, die sich in Mingerode beteiligten, berichten sie unisono. „Die Kinder haben es verdient“, sagt eine Desingeröderin, die den Nachmittag an der Nähmaschine verbringt. Eine Wiederholung der Aktion sei bereits fest vorgesehen, sagt Schwedhelm.

Weitere Informationen über die Aktion und Kontaktmöglichkeiten sind online zu finden unter minidecki.de und auf der Facebook-Seite „Mini Decki Südniedersachsen“.

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©Richter