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Wahl im Flurbereinigungsverfahren in Gieboldehausen wiederholt

Neuer Vorstand Wahl im Flurbereinigungsverfahren in Gieboldehausen wiederholt

Nach Formfehlern vor vier Jahren ist am Donnerstagabend in Gieboldehausen ein neuer Vorstand für die Flurbereinigung in der Gemarkung Gieboldehausen gewählt worden. Im überfüllten Pfarrheim nahmen rund 250 Besucher an der Versammlung teil.

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Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Gieboldehausen. Nachdem an der ersten Wahl Vertreter mit nicht amtlich beglaubigten Vollmachten von Grundeigentümern teilgenommen hatten, wurde diesmal die Wahlberechtigung penibel kontrolliert und das Amt für Landentwicklung Braunschweig hatte einen Juristen dabei.

Der ehrenamtliche siebenköpfige Vorstand besteht jetzt aus Reinhard Gödecke (145 Stimmen), Andreas Sommer (135), Michael Döring (113), Karl Heinz Rudolph (109), Hubert Hackenforth (103), Markus Gerhardy (101) und Hans Georg Gerhardy Jr. Mit Markus und Hans Georg Gerhardy sind jetzt immerhin zwei Vollerwerbslandwirte vertreten.

Zu Stellvertretern wurden gewählt Jörg Hartmann, Matthias Rudolph, Karl Rümenapp, Hans Georg Sommer, Alfons Wüstefeld, Karl Heinz Engelhardt und Gerd Nickel. Wie in der Vergangenheit wurden wieder Vorwürfe laut, dass Kandidaten im Vorfeld versucht hätten, Vollmachten von Grundeigentümern zu bekommen. Bei den Vorstandswahlen hat jeder Grundeigentümer im Bereinigungsgebiet, egal wie groß seine Flächen sind und wie viele weitere Eigentümer er vertritt, nur eine Stimme.

Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur und Neuordnung der Besitzverhältnisse

Bislang habe es solch einen Fall wie in Gieboldehausen nur ein einziges Mal in Niedersachsen gegeben, sagte Projektleiter Eckhard Geile. Alte Vorstandsbeschlüsse hätten allerdings weiterhin Bestand. Das Amt hätte handeln müssen, nachdem der Formfehler bekannt gewoerden sei, sonst hätte die Grefahr bestanden, dass Zuschüsse hätten zurückgezahlt werden müssen. "Als Verwaltung arbeiten wir mit jedem gewählten Vorstand vertrauensvoll zusammen", versicherte der Behördenvertreter.

Das Gebiet der Flurbereinigung in Gieboldehausen umfasst rund 1700 Hektar. Ziel ist insbesondere eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur und eine Neuordnung der Besitzverhältnisse. Entscheidungen trifft letztendlich die Landesbehörde. Die Gesamtkosten der vorgesehenen Maßnahmen unter anderem für Wegebau und Gewässer betragen dem Amt für Landentwicklung zufolge rund 3,4 Millionen Euro (bisher abgerechnet: 1,7 Millionen), Gesamtzuschuss von Bund, Land und EU rund 2,55 Millionen Euro  (bisher abgerechnet: 1,3 Millionen).

Die konstituierende Sitzung des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft mit der Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters findet voraussichtlich am Montag, 9. Februar, statt. Noch stehen die entscheidenden sogenannten Besitzeinweisungen für die Landbesitzer aus.

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©Richter