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Waldbibeltag in Wollershausen

„Ganz viel erleben, ganz viel entdecken“ Waldbibeltag in Wollershausen

Mittags im Wald, nachmittags im Haus der Begegnung und abends in der Kirche: Abwechslungsreiche Stunden haben 14 Mädchen und Jungen am Donnerstag bei einem von der Evangelischen Kirchengemeinde Wollershausen  organisierten Mitmachprogramm verbracht.

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Getarnt: kleiner „Martin Luther“.

Quelle: Thiele

Wollershausen. Vom Treffpunkt vor dem Pfarrhaus machten sich die aus Wollershausen,  Lütgenhausen, Rhumspringe und Rüdershausen stammenden Teilnehmer zusammen mit Forstwirt Martin Trauter und seiner Frau Nicole per Auto auf den Weg zum Jagdhaus oberhalb der Gemeinde.

„Ganz viel erleben, ganz viel entdecken“, brachte Pastor Jens-Arne Edelmann den Ablauf auf den Punkt. Nach gemeinsamen Gesang beschäftigten sich die Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren an mehreren Stationen mit Natur als Teil der Schöpfung.

Trauter versteckte verschiedene Dinge, die Besucher des Waldes entdecken können, in großen Säcken. Blätter, Tannnadeln, Moos, Farn und einiges mehr mussten die Teilnehmer durch Erfühlen erkennen und in einem Spiel Mädchen gegen Jungen im Umfeld des Jagdhauses einsammeln.

An anderer Stelle galt es, Spuren von Tieren zuzuordnen. Trauter zeigte der Gruppe die Trittsiegel von Hirschen, Rehen und Wildschweinen. Nicht nur das: Anschließend konnten die Teilnehmer auch die Gebisse dieser Arten sehen und erraten.

Nach einer Versteckspielrunde und einer Stärkung führte jeweils ein Kind ein anderes Kind, das die Augen verbunden hatte, durch den Wald, bevor sich anschließend die gesamte Gruppe mit verbundenen Augen an einem Seil fortbewegte.
Gleich darauf wartete die nächste Herausforderung auf die jungen Teilnehmer. Auf einem Baumstamm mussten sie einen Graben überqueren.

Mittags im Wald, nachmittags im Haus der Begegnung und abends in der Kirche: Abwechslungsreiche Stunden haben 14 Mädchen und Jungen am Donnerstag bei einem von der Evangelischen Kirchengemeinde Wollershausen  organisierten Mitmachprogramm verbracht. © Thiele

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„Klasse, das läuft super“, sagte Trauter und freute sich   über die Begeisterung der Kinder. „Die Spiele machen total Spaß“, meinten die elfjährige Celina aus Rüdershausen und die zwölfjährige Eileen aus Lütgenhausen. Den Mädchen gefiel es, sich auf unterhaltsame Weise mit dem Thema Natur zu beschäfigen. 

„Das Erraten der Tierspuren hat am meisten Spaß gemacht“, sagte der siebenjährige Elias aus Rhumspringe und ergänzte: „Die Wildschweine habe ich erkannt.“ Dagegen gefiel dagegen das Versteckspiel am besten.

Erlebnis und christlicher Glauben gingen Hand in Hand. Passend zur Waldkulisse war auch die vorgetäuschte Gefangennahme Martin Luthers auf seinem Rückweg vom Reichstag zu Worms nach Wittenberg durch Soldaten des Kurfürsten Friedrich des Weisen ein Thema: zunächst zwischen den großen Bäumen, einige Stunden später auch beim Gottesdienst in der Wollershäuser Kirche.

In einem szenischen Spiel zeigten die Kinder diese Begebenheit ebenso wie Luthers Aufenthalt auf der Wartburg, bei der er das Neue Testament übersetzte und sein späteres erfolgreiches Predigen gegen die „Bilderstürmer“. Das am Jagdhaus eingesammeltn Grün und einiges anderes aus der Natur sorgten für Waldatmosphäre im Gotteshaus.

Von Axel Artmann

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