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Landschaft und Geschichte erkunden

"Wandern mit andern" Landschaft und Geschichte erkunden

Sonntagmorgen, 8 Uhr am Sportplatz: Outdoor-Kleidung, Wanderstöcke und Rücksäcke, wohin das Auge reicht. Hunderte Teilnehmer haben sich zum "Wandern mit andern" nach Tiftlingerode aufgemacht.

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Viele begeisterte Teilnehmer bei "Wandern mit andern".

Quelle: Eckermann

Tiftlingerode. Um das Wander-Event im Jahr des 875. Bestehens nach Tiftlingerode zu bekommen, hatten sich die Organisatoren schon frühzeitig beim Kreissportbund beworben, erklärt Adalbert Bernhard, Vorsitzender der Wandergruppe von 1980. Mit Unterstützung der AOK und der Volksbank Mitte veranstaltet der KSB das Massen-Wandern an verschiedenen Orten im Landkreis - in diesem Jahr erstmals innerhalb der neuen Kreisgrenzen. Am Sonntag war Tiftlingerode an der Reihe, wo der VFB und die Wandergruppe alles Nötige vorbereitet hatten.

Drei Routen zur Auswahl

Gegen den im Laufe des Tages einsetzenden Regen konnten sie hingegen nichts ausrichten. Ein halbes Jahr hätten sich die Tiftlingeröder genommen, um Freiwillige zusammenzutrommeln, Kuchenspenden zu organisieren und sie Strecken auszuarbeiten, so Bernhard. "Eine tolle Gemeinschaftsleistung", lobte Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU). Drei Routen boten die Tiftlingeröder an, darunter eine Märchenroute für Familien mit Kindern. Bei dieser konnten die Wanderer auf knapp fünf Kilometern nicht nur die Landschaft erkunden, sondern auch ihr Wissen rund um Märchen und Sagen testen. "Wir haben die Fragen so gestaltet, dass sie auch Kinder beantworten können", erklären Betty und Cora Germerott. "Wer steht bei den Bremer Stadtmusikanten unten", lautete eine. Die elf und 13 Jahre alten Mädchen hatten die Fragen gemeinsam mit ihrer Mütter entwickelt. Schon vor dem Start bekamen Kinder teilnehmender Familien bei den beiden ein Geschenk. Spielzeuge, Malbücher und anderes teilten sie aus. Zudem konnten die Familien Bücher gewinnen.

Historische Orte im Mittelpunkt

Die acht und zehn Kilometer langen Hauptstrecken führten wie auch die Märchenroute jeweils zunächst durch das Rote Feld und zum Kolpingkreuz. Danach standen bei beiden Wanderwegen historische Orte im Mittelpunkt. Eine Strecke führte zum Grenzlandmuseum und durch den Wald am Trimm-Pfad zurück, die andere zum Christus-König-Kreuz auf dem Euzenberg. "An beiden Stellen wurde erklärt, was es mit den Orten auf sich hat", berichtet Bernhard. Außer den Ausblicken auf Ohmberggebirge, Harz und den Seeburger See hätten die Organisatoren auch Informationen bieten wollen, erklärt er. Im Falle der Grenzland-Route seien diese sogar spürbar geworden. Ein Teil des Weges führte über den ehemaligen Kolonnenweg wo, wie auf dem Euzenberg, eine Verpflegungsstation eingerichtet war.

Allein hieran arbeiteten am Sonntag 15 Personen mit. Zehn Frauen in der Kaffeeküche, acht Freiwillige, die die Anmeldungen entgegennahmen, weitere zehn an Grill und Getränkewagen, Feuerwehr zur Parkplatzssicherung - die Zahl der Helfer war beachtlich. "Allein 50 Leute haben denSportplatz hergerichtet und alles aufgebaut" so Goebel. Und die Mitglieder der örtlichen Vereine, die nicht im Einsatz waren? Die verbrachten zu einem Großteil den Sonntag nicht etwa auf der faulen Haut, sondern auf der Strecke.

Wandern mit andern in Tiftlingerode

606 Erwachsene und 28 Kinder sind am Sonntag in Tiftlingerode an den Start gegangen. Die teilnehmerstärkste Gruppe kam dabei mit 27 Startern aus Breitenberg. Je 25 Wanderer gingen für Obernfeld und Geismar an den Start. Sie erhielten Präsentkörbe.

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