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Breitbandausbau Warten auf schnelles Internet

Surfen im Internet ist in Immingerode und Tiftlingerode eine Geduldsprobe. Während alle übrigen Duderstädter Ortsteile gut mit Breitbandanschlüssen versorgt sind, wird in den beiden Dörfern nur in einem Bruchteil der Haushalte eine Grundversorgung erreicht – die gilt ab einer Übertragungsrate von zwei Mbit pro Sekunde als gegeben.

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Weniger als zwei Mbit pro Sekunde: In den meisten Haushalten Immingerodes und Mingerodes gibt es keine Breitbandversorgung.

Quelle: OT

Duderstadt. Jetzt stellt die Stadt Geld in Aussicht. Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte dafür, im Haushalt 2013 Mittel zur Ko-Finanzierung eines EU-Förderprogramms bereit zu stellen.

Damit soll die Breitbandversorgung in Immingerode und Mingerode ausgebaut werden, dazu sind die Ratsmitglieder trotz fehlender Zahlen fest entschlossen. Vor der Abstimmung fragte Wolfgang Hirschfeld (Grüne) die Verwaltung, wie hoch der städtische Beitrag ausfallen werde. Das könne er nicht beantworten, antwortete Fachbereichsleiter Johannes Böning: „Ich vermute fünfstellig.“ Der Ausschuss votierte dennoch einstimmig für den von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) formulierten Beschlussvorschlag.

Zahlen und verlässliche Angaben sind beim Thema Breitbandversorgung schwer zu bekommen. Das machte Ilona Erhardt von der Landkreisverwaltung deutlich. Sie sollte im Ausschuss die Versorgungssituation in der Stadt Duderstadt darstellen. „Das ist eine Herkulesaufgabe, weil keine verlässlichen Daten der Anbieter vorliegen“, so Erhardt.

Die Versorgung mit Breitbandanschlüssen sei keine staatliche Aufgabe: „Es gibt keinen Versorgungsanspruch und keine Verpflichtung der öffentlichen Hand. Es ist ein Thema für die freie Marktwirtschaft.“ Deshalb werde der Ausbau von Privatunternehmen per Festnetzanschluss oder mit Funklösungen vorangetrieben.

Und dennoch lande das Thema in den kommunalen Gremien, weil Breitbandversorgung ein Standortfaktor sei, führte Erhardt weiter aus. Deshalb habe das Land Mittel zur Verfügung gestellt (siehe Text rechts). Deshalb koordiniere der Landkreis in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden den Ausbau der Breitbandversorgung. Sechs Millionen Euro seien im Landkreis Göttingen bislang investiert worden, so Erhardt.

Mit Blick auf den geplanten Ausbau für Immingerode und Mingerode fragte Doris Glahn (SPD), mit welchem Zeitraum zu rechnen sei. Die Angebotsfrist für das EU-Förderprogramm ende Mitte November, dann müsse ein Förderantrag gestellt werden. Der werde innerhalb von drei bis sechs Monaten entschieden, so Erhardt:   „Gebaut wird dann relativ schnell.“

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