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Was müssen junge Fahrradfahrer auf dem Weg zur Schule beachten?

„Gibt es keine Verkehrserziehung mehr?“ Was müssen junge Fahrradfahrer auf dem Weg zur Schule beachten?

„Vier von vier Kindern hatten auf dem morgendlichen Weg zur Schule die Beleuchtung ihrer Fahrräder nicht eingeschaltet“, berichtet eine Tageblatt-Leserin. Dazu seien sie auch noch dunkel gekleidet gewesen.

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Verkehrssicherheit auf dem Schulweg: Polizist Dierk Falkenhagen und Schülerin Christin Hillmann.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Deswegen stellt sie die Frage: „Gibt es keine Verkehrserziehung mehr an Eichsfelder Schulen.“ Hauptkommissar Karl Robert Müller, Kontaktbeamter bei der Polizei Duderstadt sagt dazu: „Erst zum Beginn des Schuljahres haben wir an den Schulen Verkehrerziehung zu den Themen Toter Winkel und Fahrradsicherheit angeboten.“

Gerade an den Grundschulen sei das Interesse dafür sehr groß gewesen. Dabei seien laut Müller die Fahrräder der Kinder auf Verkehrssicherheit kontrolliert und Plaketten für die Räder ausgegeben worden, die für den Verkehr zulässig waren. Verfehlungen gäbe es aber trotz aller Bemühungen. Deshalb werde es  nach den Herbstferien auch wieder gezielte Kontrollen an Schulen geben. Einige Kinder müssen dabei das eigentliche Problem erklärt bekommen. Müller: „Es geht nicht darum, etwas sehen zu können, sondern darum gesehen zu werden.“

Die Polizei wird bei den Kontrollen vermehrt auf die Verkehrssicherheit der Fahrräder und eingeschaltete Lichtanlagen achten. „Bei Verstößen werden die Personalien der Kinder festgestellt und die Eltern bekommen einen Brief“, erklärt der Beamte. Kinder ab 14 Jahre könnten auch schon mal verwarnt werden, wenn sie häufiger Verstöße begingen.

„Die meisten Kunden haben aber einen Plan"

Stephan Beckmann von Fahrräder und Sport Beckmann in Duderstadt ist Experte, wenn es um die Sicherheit von Fahrradfahrern im Straßenverkehr geht. „Der Zubehörbereich hat sich in den vergangenen Jahre enorm entwickelt“, sagt Beckmann. Die Lampen seien heller geworden, Stecklampen seien jetzt erlaubt, und auch im Helm-Bereich habe sich viel getan.

„Die meisten Kunden haben aber einen Plan, was geht“, erklärt er. Es werde Wert auf Markenfahrräder gelegt, die ab Werk bereits den Anforderungen entsprechen. „Die anderen bekommen ja auch Haue von der Stiftung Warentest“, fügt er schmunzelnd  hinzu. Dennoch müsse laut Beckmann auf viele Aspekte beim Kauf und der Nutzung von Fahrrädern geachtet werden. Die Bremsen müssten auf die Finger der Kinder eingestellt werden, die Farbe des Rahmens sei wichtig, um gut sichtbar zu sein, und die Größe des Fahrrads sei  entscheidend für eine gesunde und angenehme Sitzposition.

Die Sicherheit der jungen Radfahrer hängt von vielen Faktoren ab, und die Möglichkeiten im Verkehr fehlerhaft zu handeln, sind zahlreich. Auch wenn aufmerksam und regelmäßig Verkehrserziehung betrieben werde – Fehlverhalten könne nicht ausgeschlossen werden, so die Polizei.

Von Kay Weseloh

Unfälle 2013 /2014

Im Jahr 2013 ist es im Bereich des Polizeikommissariates Duderstadt zu vier Verkehrsunfällen, gekommen, bei denen Kinder bis 14 Jahre als Radfahrer beteiligt waren.

Für das Jahr 2014 zeichnet sich derzeit ein leichter Anstieg dieser Zahl ab. Die Polizei weist darauf hin, dass Fahrzeugführer gegenüber Kindern, Gefährdungen durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit ausschließen müssen.

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