Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Weihnachtsbaum-Sammelaktion in Duderstadt

Raus mit dem Baum Weihnachtsbaum-Sammelaktion in Duderstadt

Zwei Wochen schmücken sie mit ihrem Grün die Wohnungen vieler Eichsfelder, dann liegen sie mit rieselnden Nadeln am Straßenrand. 45 Mitglieder des Stammes Duderstadt der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg sind am Sonnabend ausgeschwärmt, um unterstützt von Eltern ausgediente Weihnachtsbäume einzusammeln und per Trecker und Anhänger abzutransportieren.

Voriger Artikel
Arbeitskreis interessierter Landwirte im Eichsfeld
Nächster Artikel
Unfall auf der B247 bei Obernfeld

Ziehen Weihnachtsbäume zur Sammelstelle: Thomas, Max, Elena, Domenik und Lucy (v.l.).

Quelle: Schneemann

Duderstadt. Die Teams starten am frühen Vormittag vom Pfarrheim aus zu ihrer Tour durch die Straßen. Zunächst geht es in die Außenbezirke.

Vor vielen Häusern liegen die Bäume – mal an die Gebäude gelehnt, mal auf dem Bordstein liegend. Im steten Wechsel schnappen sich die Pfadfinder eine Tanne und ziehen sie zu den zentralen Sammelstellen. Hier werden die nadeligen Ungetüme gestapelt und später auf die Hänger gehievt.

„Die Gemeinschaft ist schön“, meint Max Muth, der zum zweiten Mal dabei ist. „Ich ziehe mir Arbeitshandschuhe an, damit es nicht so piekst“, erklärt der Achtjährige. „Einmal musste ich sogar helfen, dass der Baum aus dem Ständer kommt“, so der Junge aus Ebergötzen, der sich nach getaner Arbeit gerne in einen Tannenhaufen legt.

„Die Leute sind alle sehr freundlich und dankbar“

„Es passiert jedes Mal etwas anderes Witziges, über das man lachen kann“, berichtet die 16-jährige Lea-Marisa Schwedhelm aus Gerblingerode. So habe eine alte Dame einen der Bäume von der Sammelstelle mit nach Hause nehmen wollen, um ihn in ihrem Vorgarten einzupflanzen.

„Die Leute sind alle sehr freundlich und dankbar, dass wir die Bäume von zu Hause abholen“, ist die Erfahrung von Henriette Kellner, die seit zwanzig Jahren bei der Aktion aktiv wird. „Wir haben die Bäume an den Sammelstellen miteinander verhakt, damit sie bei dem Sturm nicht wegwehen“, sagt die 38-Jährige Duderstädterin.

„Es macht Spaß, mit den Kindern etwas zu unternehmen“, erzählt Gruppenleiterin Elisa Deppener. Viele Eltern würden Süßigkeiten geben, dies erinnere dann schon ein wenig an Halloween, meint die 22-Jährige aus Gerblingerode.
Die Kinder sammeln nicht nur Bäume ein, sondern auch Geldspenden.

Bäume werden beim Osterfeuer verbrannt

„Wir bekommen auch etwas von Leuten, die keinen Baum haben“, betont Matthias Kellner vom Vorstand der Duderstädter Pfadfinder und ergänzt: „Die Spenden nutzen wir, um Zelte zu kaufen, anderes Material anzuschaffen, Zeltlager zu finanzieren oder für die Gruppenleiterausbildung.“

Die ausgedienten Weihnachtsbäume werden auf einem Grundstück gelagert, bevor sie eine Woche vor Ostern zum Regenrückhaltebecken zwischen Duderstadt und Ecklingerode transportiert werden. Hier haben sie ihren letzten großen Auftritt: Die Bäume werden beim Osterfeuer verbrannt.

Von Axel Artmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter