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Weihnachtsmarkt auf Gut Herbigshagen

Trends und Traditionelles Weihnachtsmarkt auf Gut Herbigshagen

Materialien, die schon in Großmutters Zeiten zum Handarbeiten benutzt wurden, sind im Vorfeld des Weihnachtsmarktes auf Gut Herbigshagen häufig zum Einsatz gekommen. Ein Aussteller setzte gar auf eine Jahrtausende alte Technik: die Brettchenweberei.

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Historischer Webstuhl: Jörg Köster zeigt die Technik des Brettchenwebens.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Seifen sieden, Liköre ansetzen oder handarbeiten – Retro-Chic und der Charme des Unperfekten sind im Trend. Selbermacher aus der Region sind am Sonntag im Natur-Erlebniszentrum der Heinz-Sielmann-Stiftung zu Gast gewesen, um ihre Waren anzubieten. Unter ihnen ebenso professionelle wie private Verkäufer.

Sigrid-Anne Reuß beispielsweise, die zum ersten Mal bei „Natürlich Weihnachten“ dabei war, zeigte ihre „Farbenspielwiese“. Knallbunt und kreativ sind die Malereien, die sie auf Seide, Glas, Porzellan oder Perlmutt aufbringt. Reuß hätte gern einen Stand im Freien angeboten, sagt sie, doch sie ließ sich – wie die meisten Anbieter – vom regnerischen Wetter abschrecken und baute im Keller auf.

Aus Sicherheitsgründen: „Porzellan und Windböen sind keine gute Kombination.“

Bei dem Markt mit Weidenwerkstatt, Lammfellverkauf und Floristikangeboten präsentierte Dagmar Diezmann ihre Nähwaren, auf denen ein Motiv dominierte: „Füchse sind die neuen Eulen“, sagt sie. Mit Applikationen peppt sie Kleidung auf, Upcycling nennt sich das. Selbst hergestellt sind die Knöpfe in Kiwischeibenform, die sie im Angebot hat. „Aus Fimo“, erklärt sie, und fügt hinzu. „Manche Kinder halten sie für Bonbons“.

Heike Ostwald und Jörg Köster zeigten im ersten Stock eine historische Besonderheit: Brettchenweberei. In der Technik, die schon Jahrhunderte vor Christi Geburt angewandt wurde, entstehen robuste Textilbänder, die zu Gürteln oder Armbändern verarbeitet werden. Der Webstuhl mit seinen zahlreichen Fäden, den vierfach gelochten Brettchen und dem Schiffchen, mit dem der Faden durchgeschossen wird, zog dabei die Blicke der Besucher auf sich.

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©Richter