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Weniger Schwerverletzte

Unfallstatistik Weniger Schwerverletzte

Die Duderstädter Polizei hat in der Statistik von 2015 einen leichten Anstieg der Verkehrsunfälle verzeichnet. Dafür sei aber die Zahl der Schwerverletzten gesunken, teilten Otto Moneke als Leiter des Polizeikommissariats und Frank Maas als amtierender Leiter des Einsatz- und Streifendienstes mit.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Um knapp drei Prozent habe sich die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle von 1129 im Jahr 2014 auf 1162 im Jahr 2015 erhöht. Die Statistik bezieht sich auf den Altkreis Duderstadt mit den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen. Warum sich dabei die Zahl der Schwerverletzten von 49 auf 34 um mehr als 30 Prozent verringert habe, ließe sich nicht genau aufschlüsseln. „Das kann an der besseren Ausstattung der Autos mit Airbag und Rückhaltesystemen liegen oder auch an besseren Straßenverhältnissen“, erklärte Maas. Allerdings sei die Zahl der Leichtverletzten, also Personen, die nicht ins Krankenhaus eingeliefert wurden, von 177 auf 200 gestiegen. Zudem gab es 2015 mit drei Toten einen mehr als im Vorjahr.

„Die stärkste Risikogruppe bei Unfällen sind nach wie vor junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren. Hier fehlt es vor allem an Erfahrung, zum Beispiel bei bestimmten Witterungsverhältnissen“, sagte Moneke. Aus dieser Gruppe wurden 404, also knapp 35 Prozent der Gesamtunfälle, verursacht. Die zweite Risikogruppe seien Verkehrsteilnehmer über 65 Jahren, so Moneke. Aus dieser Altersgruppe wurden 141 aller Unfälle, also 12 Prozent der Gesamtzahl, verursacht. Dabei sei zu beachten, dass die Verkehrsteilnehmer aus beiden Risikogruppen prozentual deutlich geringer im Verkehr vertreten seien als andere Altersgruppen.

„Auch wenn es weniger verletzte Kinder 2015 gab, so wurden bedauerlicherweise wieder 16 Kinder verletzt“, sagte Maas. Davon seien 12 Kinder als Insassen im Auto verletzt worden. „Wir stellen bei Kontrollen leider immer wieder fest, dass es viele Eltern riskieren, ihren Nachwuchs nicht anzuschnallen oder ohne Kindersitz mitzunehmen“, ergänzte Moneke. Dass die Zahl der verletzten Radfahrer ebenfalls rückläufig sei, erklärten die Polizisten auch mit dem Ausbau des Radwegenetzes, das eine größere Sicherheit für Radfahrer biete. Dennoch laute der Appell an die Radfahrer, einen Helm zu tragen.

Unfälle, bei denen die Ursache nicht geklärt werden konnte, seien vermutlich auf mangelnde Konzentration beim Fahren zurückzuführen, so Moneke. Schnell das Handy oder das Radio zu bedienen oder etwas auf dem Rücksitz zu suchen, könne Leben kosten. Die Polizei wolle auch 2016 auf verstärkte Kontrollen, altersgerechte Präventionsveranstaltungen und die Schulwegsicherung setzen, verkündete Moneke.

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