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Weniger Übernachtungen im Gesamteichsfeld

Zahlen aus Thüringen relativiert Weniger Übernachtungen im Gesamteichsfeld

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat die Tourismuszahlen für den Zeitraum Januar bis Mai 2015 veröffentlicht. Die auf den ersten Blick starken Einbußen im Eichsfeld kann Hans-Georg Kracht, Geschäftsführer des Heimat- und Verkehrsverbandes Eichsfeld (HVE), relativieren.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

„Schneereiche Winter drücken unsere Übernachtungszahlen immer nach unten“, erklärt Kracht. Das Eichsfeld biete in solchen Wintern nicht so relevante Urlaubsmöglichkeiten. „Die Menschen fahren, zumal bei günstiger Feiertagslage, dann gern in den Winterurlaub.“ So gewinne der Thüringer Wald turnusmäßig bei guter Schneelage.

 
Als weiteren Punkt nennt der HVE-Geschäftsführer die für die Statistik relevanten Zahlen: „In der Statistik werden nur Häuser mit mehr als zehn Betten berücksichtigt. Wir haben im Eichsfeld sehr viele kleine Pensionen, die nicht in der Statistik stehen.“ So seien aber gerade die kleinen Häuser gut ausgebucht. „Wir können viele Anfragen gar nicht mehr vermitteln.“

 
Für die Statistik fehle es an großen Hotels, sagt Kracht. „Einen rasanten Sprung haben wir seinerzeit durch den Bau des Best-Western-Hotels in Heiligenstadt gemacht.“ Vielleicht könne die bereits genehmigte Erweiterung des Victor‘s Residenzhotel Teistungenburg auf 200 Betten ebenfalls dazu beitragen. Vor allem fehle mit Blick auf die Statistik im Untereichsfeld ein großes Hotel.

 
„Nicht zuletzt kommen wir von einem hohen Niveau“, verweist Kracht auf die Spitze von 500 000 Übernachtungen nach dem Papstbesuch. Von Januar bis Mai dieses Jahres übernachteten 126 114 Menschen im gesamten Eichsfeld, 14 882 beziehungsweise 10,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Großer Gewinner der Statistik ist die Kyffhäuser-Region, die einen Übernachtungssteigerung von 9,8 Prozent aufweist. Doch beim genaueren Blick auf die Zahlen zeigt sich, dass das Eichsfeld trotz aller Verluste 17 877 Übernachtungen mehr verbuchen konnte und sich auf einem Niveau mit dem Thüringer Voigtland befindet.

 
Das Eichsfeld sei ein attraktives Ziel auch für ausländische Gäste, betont Kracht: „Wir haben in diesem Jahr erstmals auf der Tourismusmesse in Amsterdam für die Region geworben.“ Dieses Engagement solle ausgeweitet werden.

 

Von Rüdiger Franke

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