Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Wer ist eigentlich Bernd?

Theatergruppe Nesselröden bringt Komödie auf die Bühne im Gasthaus Schenke Wer ist eigentlich Bernd?

Ein Phantom, einige skurrile Gestalten, Flaschen mit Hochprozentigem und ein lustiges Wer-mit-wem-Spiel sind die Zutaten des Stückes, das die Theatergruppe Nesselröden in diesem Jahr einstudiert hat. Am Freitagabend feierte "Das Phantom oder in die Oper" Premiere - und die Zuschauer feierten die Premiere.

Voriger Artikel
Fachwerkkiosk im Stadtpark ausgebrannt
Nächster Artikel
Lautstarker Abschied

Am Freitagabend feierte "Das Phantom oder in die Oper" Premiere - und die Zuschauer feierten die Premiere.

Quelle: ne

Nesselröden. Prallvoll ist der Saal im Gasthaus Schenke mit Zuschauern, als der erste Satz der Komödie fällt, die die Theatergruppe Nesselröden an diesem Abend auf die Bühne bringt: "Oh, Scheiße." Beim Blick auf die Uhr entfährt er Chantal (Sabine Jenssen): Sie ist mit Bernd verabredet, mit dem sie vor genau einem Jahr angebandelt hatte.

Für diesen Abend erwartet sie nicht nur den den gemeinsamen Besuch des Musicals "Das Phantom der Oper", sondern auch ein besonderes Geschenk, klein und rund und glänzend und "So ein Karat sollte es schon haben." Um für diesen Abend gewappnet zu sein, bringt sich Chantal auf Vordermann - auf die Schnelle, denn die Zeit bis zum Treffen ist knapp. 

Weitere Vorstellungen:

Am Freitag, 11. März, und am Sonnabend, 12. März, jeweils um 20 Uhr im Hotel-Gasthaus Schenke in Nesselröden. Wie die Veranstalter sagen, sind noch wenige Restkarten verfügbar.

Doch Bernd kommt nicht. Stattdessen klingeln am laufenden Band Menschen an Chantals Tür, die sie ihrem Liebsten am liebsten (noch) vorenthalten würde. Da ist Mutter Gertrud (Andrea Blochmann), die nicht nur schmerzbefreit im knallbunten Presswurstlook unterwegs ist, sondern auch einen Hang zu Staubwedel und Schnapsflasche hat.

Ihre Schwester Lisbeth (Edeltraud Wellhausen), dirndeltragende Betreiberin des "Bienenkörbchens", eines Etablissements auf der Kippe zum Ersatz durch ein Einkaufszentrum, soll sie aus der Wohnung locken, damit Bernd sie nicht zu sehen bekommt.

Doch statt die anstrengende Frau Mama loszuwerden, stehen nacheinander die beste Freundin (Ines Wellhausen) die Lerngruppe (Daniela Butz und Bernward Rittmeier), Bernds Vater (Thomas Andres) und Freund und Kollege Kevin (Thomas Hirsch) vor der Tür. Jeder von ihnen an Schrägheit kaum zu übertreffen. Und keiner von ihnen aus dem Haus zu bekommen. Wer fehlt, ist Bernd. 

Der sitzt in der Anwaltskanzlei seines Vaters und hat ganz anderes zu tun, als Chantal einen Antrag zu machen. Dafür bekommen die Figuren in ihrer Wohnung gut zu tun. Sie decken einen kleinen Skandal auf, bändeln in unverhofften Konstellationen an und lösen schließlich das Rätsel um das Phantom auf.

Für den Unterhaltungsfaktor spielt das kaum eine Rolle. "Das Phantom oder In die Oper" lebt von den Schrulligkeiten seiner Figuren und den Running Gags, die diese noch hervorheben. Großartig dabei: Blochmann in der Rolle der Gertrud.

Die Bauernschläue und die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihrer Tochter auf die Nerven geht, trägt sie wie selbstverständlich vor, ebenso wie den steigenden Torkelfaktor. Wie auch die anderen am Stück Beteiligten erntet sie am Ende viel Applaus.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter