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Werk stellt 9800 Fuhrbacher vor

Klaus Häger aus Barcelona verfasst Ortsfamilienbuch Werk stellt 9800 Fuhrbacher vor

Jahrelang hat Klaus Häger an dem monumentalen Werk gearbeitet. Nun hat er sein 1700 Seiten starkes Fuhrbacher Ortsfamilienbuch veröffentlicht. Die Schrift erfasst 9800 Personen, die seit dem 17. Jahrhundert in Fuhrbach gelebt hatten oder in einer engen Beziehung zum Dorf standen.

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Klaus Häger bei der Arbeit.

Quelle: EF

Fuhrbach. „Andere sammeln Briefmarken, ich interessiere mich für Geschichte“, erklärt Häger. Die Vorfahren des gebürtigen Dortmunders stammen aus dem Eichsfeld. Sein frühester bekannter Ahne, Friedrich Jacob Häger, hat 1767 in Leinefelde geheiratet. Der Vater, der in Neuendorf bei Leinefelde groß geworden ist, floh nach dem Mauerbau in den Westen. Häger brach selbst mit 18 Jahren in die weite Welt auf. Er hat lange in den USA gelebt. Seit ein paar Jahren wohnt er mit seiner Frau, einer Spanierin, in Barcelona.

Die Geschichte seiner Vorfahren hat ihn auch in der Fremde nicht losgelassen. Seit 40 Jahren versucht er mehr über sie herauszufinden. Die räumliche Distanz zum Eichsfeld hat sich dabei in Zeiten des Internets nicht mehr als unüberwindbare Hürde erwiesen. Online-Freunde, die in Deutschland leben, helfen ihm.

Weil Friedrich Jacob Häger einen Bezug zu Werxhausen hatte, forschte der 55-Jährige in den dortigen Kirchenbüchern nach. Als er nicht fündig wurde, schaute er sich kirchliche Aufzeichnungen aus den Nachbarorten an. So kam der Heimatforscher 2012 über das Bistumsarchiv Hildesheim an Ablichtungen der Fuhrbacher Kirchenbücher von 1677 bis 1888. In ihnen stieß er auf einen seiner Urgroßväter. Johannes Dietrich ist auf dem Paterhof bei Fuhrbach zur Welt gekommen.

Für das Ortsfamilienbuch zog Häger weitere Quellen heran: darunter Sterbe- und Trauregister der politischen Gemeinde, Daten von Grabsteinen, Familienanzeigen aus Tageszeitungen, Amtliche Bekanntmachungen, Telefonbücher, und Pfarrbriefe.  Er listet die Personen mit allen verfügbaren Informationen auf: Geburt und Vorfahren, Taufe und Taufpaten, Firmung und Hochzeit, Ehepartner und Kinder sowie den Tod. Das Buch endet aus Datenschutzgründen vor 100 Jahren. Das vierbändige Werk bietet den Ausgangspunkt für vielfältige heimatkundliche Studien, hofft Häger.

Die CD kann beim Autoren bezogen werden, E-Mail: klaus.haeger@gmx.net.

Von Michael Caspar

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