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Werke von Christiane Mosler in Duderstädter Rechtsanwaltskanzlei

Das Leben liefert die Themen Werke von Christiane Mosler in Duderstädter Rechtsanwaltskanzlei

23 Werke der Künstlerin Christiane Mosler, darunter einige Serien, sind derzeit in den renovierten Räumen der Rechtsanwaltskanzlei von Bettina Schulte und David Herrmann zu sehen. „Das Leben wirft mir ganz oft ein Thema vor die Füße, das ich aufgreife und verarbeite“, sagte Mosler während der Vernissage. Arbeiten in Acrylfarben gehören ebenso zu den Exponaten wie Collagen.

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Kunst in der Kanzlei: Christiane Mosler vor ihrer Bilderserie „Die sieben Todsünden“, die neben weiteren Arbeiten in Räumen der Anwälte Schulte und Herrmann ausgestellt ist.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Im Rahmen unseres Umbaus ist im Januar die Idee entstanden, hier regelmäßig örtlichen Künstlern ein Forum für Kunstausstellungen zu bieten“, berichtete Schulte. Anschließend erläuterte sie einige Stationen aus Moslers Wirken, die durch ihren Großvater zum Malen angeregt wurde.

„Ich male ganz viele Emotionen“, betonte die 1964 in Eschwege geborene und hier aufgewachsene Künstlerin, die es der Liebe wegen nach Duderstadt verschlagen hat. Bei einem kurzen Rundgang vermittelte sie Hintergründe zu den gezeigten Werken. Dazu gehört als Auftragsarbeit das Titelmotiv für eine Gedenkfeier über die Hexenverfolgung in ihrer Heimatstadt, das zu einer Trilogie mit den Titeln „Eingegrenzt“, „Ausgegrenzt“ und „Entgrenzt“ geführt hat.
Ihre Emotionen bei der Auseinandersetzung mit dem Thema verarbeitete sie in der Gemäldeserie „Große Gefühle auf kleinen Bildern“. Die einzelnen Vierer-Serien beginnen stets mit einem negativen Grundthema, das in den folgenden drei Bildern ins Positive transformiert wird.

Zu den Exponaten gehört auch das Werk „Aus der Bahn“, das nach einer Gewaltattacke gegen Mosler und ihren Mann entstanden ist. „Es drückt die Schizophrenie aus, die wir damals empfunden haben“, erklärte sie. Grobe Strukturen stehen im Kontrast zu warmen Farben.

Die Vorsitzende des Duderstädter Kunstvereins „Kontura“, die außerdem im Eichsfelder Kunstverein engagiert ist, zeigt auch ihr neuestes Werk „Magie des Anfangs“, das sie nach einer Schaffenspause gefertigt hat. Neben den „sieben Todsünden“ gehören Probleme beim deutsch-deutschen Zusammenwachsen zu Themen, mit denen sie sich künstlerisch befasst hat und die in der Ausstellung zu sehen sind. Deutlich macht die Präsentation, dass Holzasche als gestaltendes Material für Mosler an Bedeutung gewinnt.

Von Axel Artmann

Für die Öffentlichkeit zugänglich ist die Ausstellung in der Kanzlei, Bahnhofstraße 23, bis zum 20. Juni jeweils freitags von 13.30 bis 14.30 Uhr, außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter 05527/9875-0.
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