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Wertvorstellungen im beruflichen Alltag

Workshop im Ursulinenkloster Wertvorstellungen im beruflichen Alltag

Einmal im Jahr kommen Schüler aus verschiedenen Ursulinenschulen ins Duderstädter Ursulinenkloster, um dort auf Menschen in Leitungspositionen großer Unternehmen zu treffen. Thema dieses Seminars ist die Balance zwischen Leistungsorientierung und Menschlichkeit in Ausbildung, Studium und Beruf.

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Schüler lauschen dem Vortrag des Referenten Clemens Krebs von der Firma Coca Cola.

Quelle: Victoria Lüder

Duderstadt. „Die Schüler haben die Chance zu erfahren, dass erfolgreiche Lebenswege auch sehr kurvenreich verlaufen können“, erklärt Schwester Ingeborg Wirz, die die Seminare seit 12 Jahren koordiniert. An den Ursulinenschulen sei das Fördern einer hohen Sozialkompetenz zudem einer der Schwerpunkte, und es sei auch für die Jugendlichen von Schulen aus Hannover, Bielefeld, Düsseldorf oder Köln eine wertvolle Erfahrung, die Gemeinsamkeiten zu erkennen, so Sr. Ingeborg.

Als Referenten in der Seminarwoche waren Jana Klingebiel von Ottobock Health Care, Dr. Ursula Bosse von der Universität Hildesheim und Clemens W. Krebs als National Sales Training Manager von Coca Cola zu Gast im Kloster. „Es werden alle Referenten gebeten, kurz ihre eigenen Lebenswege vorzustellen“, sagt Sr. Ingeborg, und tatsächlich kamen da einige kurvige Strecken zusammen:

So war Krebs vor seiner Manager-Karriere bei Coca Cola auch drei Jahre lang Benediktinermönch, dann Tischler, und ist schließlich durch sein Studium der Erziehungswissenschaften und Medienpsychologie zu einem global aufgestellten Unternehmen gelangt. Sein Fazit: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis.“ Durch die internationale Präsenz von Coca Cola sei Krebs viel durch die Welt gekommen. „Der Vorteil heißt Diversity. Was in Clausnitz nicht gewollt wird, bringt in einem internationalem Unternehmen Vorteile“, erläuterte Krebs ein Beispiel für Weltoffenheit in seinem Berufsbereich.

„Geld verdienen und Menschlichkeit müssen sich nicht ausschließen. Wir beschäftigen uns im Seminar auch damit, wie uns unsere Entscheidungen persönlich weiterbringen“, erklärte Schüler Lukas aus Bielefeld. Seine Schulkameradin Katharina ergänzte: „In der Schule kriegen wir wenig davon mit, was in einem Unternehmen von uns erwartet wird, und wir haben manchmal nur eine ungefähre Vorstellung davon, was wir selbst wollen. Aber es ist auch wichtig, Sachen ausprobieren zu dürfen.“

Um Gegensätze und Übereinstimmungen von eigenen Wünschen und den Erwartungen der Arbeitgeber vor Augen zu führen, hatte Sr. Ingeborg an einem Seminartag den Jugendlichen ein Rollenspiel angeboten. „Den Schülern wurde dabei klar, dass man sich schon vor der Bewerbung gründlich über das jeweilige Unternehmen informieren sollte, sonst können die gegenseitigen Erwartungen auseinandergehen“, so das Resümee. Auf dem Programm standen auch eine Werkbesichtigung bei Ottobock und Gruppenarbeiten zum Thema Verantwortung und Wertvorstellungen im beruflichen Alltag. ny

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