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Wildschweine halten Jäger in Atem

Bestand wächst trotz hoher Abschusszahlen Wildschweine halten Jäger in Atem

Die Wildschweine und die Waschbären machen der Jägerschaft Duderstadt weiter zu schaffen. Obwohl sie intensiv bejagt werden, ist der Aufwärtstrend bei den Beständen nicht aufzuhalten.

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Obwohl im abgelaufenen Jagdjahr 400 Wildschweine zur Strecke gebracht wurden, steigt der Bestand.

Quelle: dpa

Duderstadt. 400 Wildschweine - inklusive 22 Fallwild-Fälle - sind im Jagdjahr 2015/16 im Untereichsfeld zur Strecke gebracht worden. Das ist das zweitbeste Ergebnis seit dem Rekord mit 427 Stück vor drei Jahren, berichtet Kreisjägermeister Alfred Ballhausen. Auch kreisweit wurde mit 3178 Stück das zweitbeste Streckenergebnis beim Schwarzwild erzielt. Trotz aller Anstrengungen würden sich die Bestände tendenziell immer weiter nach oben bewegen, sagt Ballhausen. Das habe aber nicht mit der Jagd zu tun, sondern mit Klimawandel, häufigen Baummasten, Veränderungen in der Landwirtschaft sowie hoher Reproduktions- und Anpassungsfähigkeit. Zumindest als Wechselwild komme das Schwarzwild in fast allen Eichsfelder Revieren vor. Obwohl eine Vermarktung einzelne Revierinhaber vor Probleme stelle, müsse das Schwarzwild weiter intensiv bejagt werden - auch mit Blick auf die Wildschäden und die drohende Afrikanische Schweinepest.

Zu den Gewinnern der Kulturlandschaft gehört bei den Raubtieren neben Dachs und Fuchs der Waschbär. „Explosionsartig hat es der Waschbär geschafft, sich mit Abstand zur zweithäufigsten Raubwildart in unserer Jägerschaft zu mausern“, berichtet Ballhausen. Nach dem Rekordergebnis von 422 Waschbären im Vorjahr verzeichnet der Streckenbereicht 401 Waschbären. Die Fangjagd bleibe für den nachtaktiven Kulturfolger unverzichtbar, um andere Tierarten zu erhalten sagt Ballhausen. Die Fuchsbilanz ist mit 494 Stück höher als im Vorjahr, bleibt aber weit hinter dem Ergebnis des Jagdjahres 2012/13 mit 710 Füchsen zurück. Beim Dachs gab es einen leichten Rückgang, aber eine hohe Dunkelziffer durch Straßenverkehr und Staupeerkrankungen.

Beim Rehwild sind die Jagdstrecken in den vergangenen Jahren weitgehend konstant geblieben. 534 männliche und weibliche Rehe wurden im Jagdjahr 2015/16 zur Strecke gebracht, der Fallwild-Anteil lag bei 113 Stück. Ballhausen ist überzeugt, dass die Fallwildstrecke ohne Wildwarnreflektoren an den Straßen im Eichsfeld noch viel höher ausgefallen wäre. Hasen als Verlierer der Kulturlandschaft werden kaum noch bejagt, auch Wildkaninchen spielen so gut wie keine Rolle mehr. Beim Federwild führen Rabenkrähen (306) und Elstern (256) die Abschussliste an, bei den Stockenten gab es einen Einbruch um fast ein Drittel auf 211 Stück. Bei den Graugänsen stieg die Strecke um 12 auf 33, bei den Nilgänsen von zwei auf neun Stück. Ballhausen geht davon aus, das sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird.

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