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Wilhelm Busch – in Szene gesetzt

Peter von Sassen gibt Einblicke Wilhelm Busch – in Szene gesetzt

Für einen ausverkauften Rathaussaal sorgte der Journalist und Moderator Peter von Sassen mit seiner audiovisuellen Lesung „Wilhem Busch – in Szene gesetzt“. Der Themenabend fand im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes in Kooperation mit der Theater- und Konzertvereinigung (TKV) statt.

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Quelle: Richter

Duderstadt. Wilhelm Busch ist vor allem durch Max und Moritz berühmt geworden. Vor 150 Jahren sind die Streiche der beiden Lausbuben das erste Mal veröffentlicht worden. Auf von Sassens Frage, wer im Publikum noch nie etwas von Busch gelesen habe, meldete sich niemand. Doch der vor allem als Zeichner und Dichter bekannt gewordene Niedersachse konnte nicht nur humoristische Bildergeschichten verfassen. Ölgemälde, Kohlezeichnungen, Karikaturen oder Aquarelle als Dias auf der Leinwand gaben Einblicke von der Vielfalt Buschs. Porträts, Landschaften, Stilleben, denen ein außergewöhnlicher Blick auf das Detail gemein ist, waren den meisten Gästen doch unbekannt. „Busch wurde als Künstler lange Zeit unterschätzt, weil er seine Bilder versteckte“, sagte von Sassen und verdeutlichte damit auch die Zwiespältigkeit Buschs: Kritik vertrug der Eigenbrötler nicht, an die Qualität seiner eigenen Werke glauben konnte er ebenso wenig.

 
Einen Eindruck von der Zeit und der Umgebung Buschs vermittelte von Sassen mit Details aus dessen Lebenslauf, mit Fotos von niedersächsischen Landschaften und mit vorgetragenden Busch-Gedichten – bei einigen Reimen stimmte das Publikum mit ein.

 
Der kräftige Applaus und die Einladung des stellvertretenden Bürgermeisters Dieter Thriene zu einer weiteren Vorstellung entlockten von Sassen die Zusage, gern wiederzukommen. „Mögen Sie Astrid Lindgren?“, fragte er das Publikum. Erneuter Applaus kam als Antwort.

 

von Claudia Nachtwey

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