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„Wilhelm Tell“ an der Heinz-Sielmann-Realschule

Der Mann in Strumpfhosen „Wilhelm Tell“ an der Heinz-Sielmann-Realschule

Er trägt schwarze Strumpfhosen und einen seltsamen Schlapphut, sieht ein bisschen aus wie Robin Hood. Der Mann auf der Bühne macht einen stark antiquierten Eindruck. Vereinzeltes Kichern, leises Getuschel ist in den Reihen zu hören. Vor den Schülern der Heinz-Sielmann-Realschule steht Wilhelm Tell höchstpersönlich, dem Schiller-Stück sozusagen direkt entsprungen.

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Ein-Mann-Show in Strumpfhosen: Schüler der Heinz-Sielmann-Realschule gucken zu.

Quelle: EF

Rund 300 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen sieben, acht, neun und zehn durften an zwei Tagen Theaterluft schnuppern. Im Forum der Schule trat Schauspieler Eckhardt Vogt in die Fußstapfen sämtlicher Figuren, die sich in dem bekannten Drama über den Weg laufen. Egal ob Ritter, mutiger Schütze oder Landvogt Geßler – mit der entsprechenden Kopfbedeckung schlüpfte der Darsteller schnell von einer Rolle in die andere.

„Wir fanden es schon komisch, dass nur ein Darsteller auf der Bühne was gemacht hat“, lautete der Kommentar der Schülerinnen Yasmin Keser und Celine Stolberg (beide Klasse 9). Das Ein-Mann-Stück des Wanderkünstlers, der Schiller in ganz Deutschland auf die Bühne bringt, sorgte für gemischte Reaktionen. „Manche Schüler freuten sich natürlich einfach nur, einmal keine Physik zu haben. Doch viele saßen auch ganz konzentriert und gespannt auf ihren Plätzen“, freute sich der Schulleiter Stefan Hoppe über den gelungenen Versuch, seinen Schützlingen Theater etwas näher zu bringen.

Wie in jedem Jahr organisierte die Fachschaft Deutsch der Heinz-Sielmann-Realschule unter der Leitung von Karin Auer eine Theatervorstellung für ihre Schülerinnen und Schüler. In unserer heutigen Zeit, in der die Kinder eher weniger kulturell interessiert sind, wurde das Publikum vom Schauspieler in einzelnen Szenen (Freiheitsschwur und Marktszene) zum Mitmachen aufgefordert.

Die Aufmerksamkeit am Theaterstück wurde durch diese Animation gestärkt. Was ganz sicher einen nachhaltigen Eindruck beim jungen Publikum hinterlassen hat, ist die Szene mit dem Apfel. Trifft Wilhelm Tell, oder trifft er nicht? Gestreift hat er das Interesse der Schüler allemal.

[Ulrich Potrykus]

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