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Willi Dreimann vier Jahrzehnte im Vorstand

VfR Langenhagen Willi Dreimann vier Jahrzehnte im Vorstand

Willi Dreimann hat in seiner ehrenamtlichen Vereinsarbeit viel erlebt. Vier Jahrzehnte prägte er die Entwicklung im VfR Langenhagen als Vorstandsmitglied entscheidend mit. Nach 40 Jahren beendete er nun seine Vorstandsarbeit. Dem Verein bleibt er aber weiter treu.

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Aloys Hillebrand (l.) und Willi Dreimann

Quelle: Foto: Franke

Langenhagen. Willi Dreimann hat in seiner ehrenamtlichen Vereinsarbeit viel erlebt. Vier Jahrzehnte prägte er die Entwicklung im VfR Langenhagen als Vorstandsmitglied entscheidend mit. Nach 40 Jahren hat nun seine Vorstandsarbeit beendet. Dem Verein bleibt er aber weiter treu.

„Es war ein Glücksfall, dass Willi Dreimann nach Langenhagen gezogen ist“, schickt der VfR-Vereinsvorsitzender Aloys Hillebrand an dessen Frau Hildegard. Es gebe kaum jemanden, der sich im Dorf mehr engagiere. Denn Dreimann sei neben seiner Vorstandstätigkeit beim VfR auch im Schützenverein, beim Männergesangverein, in der Feuerwehr, im Ortsrat und in der Kirchengemeinde ehrenamtlich aktiv. Und alle wüssten, was sie an ihm haben. „Wenn Willi Dreimann etwas übernimmt und zusagt, dann hat das Hand und Fuß und kommt zu einem positiven Ende“, sagt Hillebrand. Dreimann sei absolut zuverlässig.

Früh übernahm Dreimann im VfR Langenhagen Verantwortung. Im Juni 1975 wurde er als Schriftführer in den Vorstand gewählt. „Seither ist er in verschiedenen Funktionen Mitglied des Vorstandes“, berichtet Hillebrand. Dreimann war Geschäftsführer, Fußballobmann, stellvertretender Vorsitzender und zugleich von 1995 bis Juni 2017 Sporthauswart. Acht Jahre betätigte er sich als Schiedsrichter, zehn Jahre als Jugendbetreuer.

„Die Vereinsarbeit hat sich in den vier Jahrzehnten grundlegend verändert“, erzählt Dreimann. Vor allem die Kommunikation sei eine ganz andere als zu seinen Anfangszeiten. Früher sei man persönlich zu den anderen Mitgliedern gegangen oder habe schriftliche Mitteilungen verteilt. In der heutigen Zeit gebe es Mails und WhatsApp, um sich miteinander auszutauschen. „Vieles ist durch die modernen Kommunikationsmittel einfacher geworden“, sagt Dreimann, „doch die Persönlichkeit ist dadurch weniger geworden.“ Er erinnert sich auch daran, als er sich in früheren Jahren mit einer Schablone an die Arbeit gemacht habe, um einen Briefkopf zu erstellen. „Damals hatten wir noch nicht die Möglichkeit, uns an einen Computer zu setzen“, sagt er. Auch die Spielberichte mussten per Hand ausgefüllt werden – in dreifacher Ausführung. Die Digitalisierung habe den Ablauf vereinfacht.

Auch der Verein selbst habe sich im Lauf der Jahre verändert, sagt Dreimann. In den 70er-Jahren habe Langenhagen noch etwa 700 Einwohner gehabt. „Davon waren rund 400 im Sportverein.“ Der VfR habe zehn Fußballmannschaften gestellt. Die erste Mannschaft sei Ende der 80er-Jahre in der Kreisliga zweimal Meister geworden, habe aber in der Qualifikation den Aufstieg in die Bezirksklasse nicht geschafft. Langenhagen habe zusammen mit Olympia Duderstadt zu den Vereinen gezählt, die sehr früh Frauenfußball anboten. Dann habe es noch Tischtennis gegeben. Zur Boomzeit des Tennis habe der Verein zwei Plätze gebaut. Mittlerweile sei das Angebot für die Leute viel größer, sagt Hillebrand. „Früher hieß es, wenn wir etwas aufbauen, können wir Sport treiben.“ Heute könnten die Menschen Sport treiben ohne etwas aufzubauen.

„Wer zusammen Sport treibt, erlebt ein besonderes Gemeinschaftsgefühl“, wirbt Dreimann dafür, in die Vereine gehen. Das habe auch ihm am meisten Spaß bereitet. In der Gemeinschaft etwas zu machen. „Und zu sehen, was man geschafft hat“, ergänzt Dreimann, „auf baulicher und sportlicher Seite.“

Von Rüdiger Franke

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