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Windrad-Plan für Duderstadt kommt erst im April

Noch offene Fragen Windrad-Plan für Duderstadt kommt erst im April

Das Verfahren, um Vorrangflächen für Windenergie im Duderstädter Stadtgebiet auszuweisen,  dauert länger als ursprünglich gedacht. Ein Entwurf mit voraussichtlich fünf Flächen wird vorerst noch nicht öffentlich ausgelegt.

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Quelle: Kunze (Symbolfoto)

Duderstadt. Noch sind nicht alle offenen Fragen geklärt. Vorentscheidungen könnten am 29. April im Bauausschuss des Stadtrates fallen.

Fraglich ist noch, ob eine große Fläche zwischen Nesselröden, Immingerode und Westerode im vorgesehenen Umfang für Windräder genutzt werden kann. Auf dem Mittelberg gibt es besonders geschützte Rotmilane.  Zusätzliche Untersuchungen seien in jedem Fall nötig, sagte Fachbereichsleiter für Bauen und Umwelt, Johannes Böning. Möglicherweise werde die Fläche auch ausgewiesen mit Hinweis auf den Rotmilan.

Ein potenzieller Investor müsste dann die Untersuchung in Auftrag geben. Ebenfalls noch offen ist, ob nach einer Änderung des Flächennutzungsplanes anschließend für jedes Gebiet ein Bebauungsplan mit Beteiligung der Öffentlichkeit und der städtischen Gremien mit Detailvorgaben aufgestellt wird. Möglicherweise komme diese Auflage vom Landkreis, so Böning. 

Einstimmig für die Erschließung eines Standorts

Die Stadtverwaltung hatte nach Beteiligung von Behörden und Verbänden, sogenannte Träger öffentlicher Belange, fünf teilweise verkleinerte Flächen als mögliche Gebiete für den Bau von Windrädern ins Auge gefasst. Dazu gehören die Flächen Esplingerode-Nord  sowie Duderstadt-Nordost und Duderstadt-Südwest um den Mittelberg sowie Nesselröden-Süd und Gerblingerode-Ost.  Rund 100 Hektar kommen nach Ansicht der Planer als Standorte für Windräder in Frage.

Der Ortsrat Nesselröden hat sich sich auf Antrag der Grünenfraktion einstimmig für die Erschließung eines Standorts entschieden. Ob es sich dabei um den Standort Mittelberg-Euzenberg oder den beidseitig der Landstraße Richtung Etzenborn handeln werde, hänge von weiteren Gutachten und eventuellen Einsprüchen bei Auslegung der Pläne ab, erklärte Hans-Joachim Bruns-Kaisinger (Grüne). Bei beiden Standorten gebe es noch Unklarheiten über mögliche Brutplätze von Rotmilanen.

Auch die Überflugrechte der Bundespolizei seien noch nicht geklärt. Mit einer Akzeptanz in der Bevölkerung sei zu rechnen, da ausreichender Abstand vorgesehen werde. Die Grünenfraktionen im Ortsrat und der Stadt befürworteten unbedingt auch die Beteiligung der Bevölkerung über Bürgerwindräder. Der Ortsrat Breitenberg lehnt das geplante Vorranggebiet südlich des Ortes hingegen ab.

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©Richter