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„Wir bleiben bei unserer Strategie“

Berufsbildende Schulen Duderstadt „Wir bleiben bei unserer Strategie“

Die langfristige Absicherung der Berufsbildenden Schulen (BBS) am Standort Duderstadt ist Ziel einer Resolution des Duderstädter Rates. Einstimmig wurde der Text verabschiedet, den Hans-Georg Schwedhelm (Grüne) eingebracht hat.

Im Kern wird darin der Kurs der BBS Duderstadt unterstützt, Ausbildungsangebote am Standort zu konzentrieren. Darüber hinaus schlägt der Resolutionstext vor, neue Zielgruppen im Bereich der Weiterbildung für die BBS Duderstadt zu erschließen.

So einig sich die Parteien beim Ziel Standorterhalt der BBS geben, so unterschiedlicher Meinung sind sie über den Weg dorthin. Das wurde im Rat erneut deutlich. In einer kontroversen, emotionalen Debatte spiegelte sich die politische Brisanz des Themas wider. Die hatte bereits im Kreis-Schulausschuss zum Scheitern einer Verwaltungsvorlage geführt, die zu einer Neuordnung der Bildungsgänge zugunsten der BBS Duderstadt geführt hätte.

Als Katastrophe bezeichnete Schwedhelm das Ausbleiben dieser Neuordnung. Ein „höchst ärgerlicher Vorgang“, stimmte Lothar Koch (CDU) zu, der im Zuge seines Ärgers die Tageblatt-Berichterstattung zum Thema kritisierte. „Das Thema ist wichtig. Es brennt“, bekräftigte Lothar Dinges (WDB). „Es steht Ihnen als Kreistagsabgeordneter frei, einen Antrag zu stellen“, hielt Matthias Schenke (SPD) entgegen. „Es ist kein Parteienkonflikt, es ist ein Regionalkonflikt“, forderte Schwedhelm Eichsfelder Einigkeit ein, die im einhelligen Votum Ausdruck fand.

Unbeirrt von Rückschlägen und politischem Streit zeigt sich BBS-Schulleiter Timo Tuschling: „Wir bleiben bei unserer Strategie.“ Er verweist auf Teilerfolge wie das künftig exklusive Angebot der Fachoberschule Ernährung in Duderstadt und die Konzentration der Berufsfachschule Kosmetik am Standort. „Hier stelle ich auch eine neue Lehrerin ein“, verdeutlicht Tuschling. Er rechnet mit 30 neuen Schülern in diesem Bereich.

Große Hoffnung setzt er auf einen weiteren Baustein seiner Strategie: die berufliche Orientierung. Durch enge Kooperation mit den weiterführenden Schulen will er die BBS Duderstadt als „natürliche Oberstufe“ positionieren. „Wir hoffen, dass die Schüler in der Region bleiben“, gibt er als Ziel der Zusammenarbeit mit Haupt-, Real- und Gesamtschulen aus. Einen „Eichsfelder Kooperationskreis“ will er auf die Beine stellen und auch das Eichsfeld-Gymnasium einbinden.

Vorbild ist das so genannte Neustädter Modell, bei dem die Unterrichte weiterführenden und Berufsbildenden Schulen verzahnt werden. Schüler erhalten so zugleich Allgemeinbildung und berufliche Grundbildung und früh einen Einblick in ihre beruflichen Möglichkeiten.

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