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„Wir haben hier ein tolles Beispiel im Eichsfeld“

Tagung zum Thema Bioenergiedörfer „Wir haben hier ein tolles Beispiel im Eichsfeld“

„Das ist etwas ganz Großes für die Region.“ Wovon Hartmut Berndt, Regionalmanager für das Leader-Programm im Landkreis Göttingen, spricht? Von der fünfjährigen Geschichte der Bioenergie in Jühnde und der Zukunft von Bioenergie in vier weiteren Gemeinden des Landkreises.

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Beispiel für erfolgreiche gemeinschaftliche Arbeit: die Bioenergieanlage Krebeck-Wollbrandshausen.

Quelle: Mischke

Die positive Entwicklung und weitere Beispiele aus Deutschland und Nachbarländern standen gestern und stehen heute bei einer Tagung im Krebecker Bürgerhaus im Mittelpunkt.
Ihre Energieversorgung selbst in die Hand genommen haben vor fünf Jahren die Bürger in Jühnde. Der Landkreis Göttingen wollte dem Pilotprojekt fünf weitere Gemeinden folgen lassen. Auch wenn es erst einmal nur vier geworden sind, sei das dennoch ein beachtliches Ergebnis, wie Kreisrätin Christel Wemheuer in ihren Begrüßungsworten erklärte. „Jühnde selbst ist in der ganzen Welt bekannt geworden“, sagte eine stolze Wemheuer.

Aus der Region, dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Korea, Belgien und Österreich sind die Teilnehmer ins Eichsfeld gereist, um an der zweitägigen Veranstaltung teilzunehmen. Neben Vorträgen und Workshops steht auch die Besichtigung der Bioenergiedorfanlage Krebeck-Wollbrandshausen auf dem Programm. „Wir haben hier ein tolles Beispiel im Eichsfeld. Die dörfliche Gemeinschaft braucht solche Projekte für eine nachhaltige Entwicklung“, erklärte Krebecks Bürgermeister Josef Sorhage (CDU).

Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Eichsfeldorte habe ein „Wir-Gefühl“ erzeugt und gleichzeitig weitere Ideen freigesetzt. Sorhage: „Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Berufen haben zusammen an einer Sache gearbeitet. Wir können auch für unsere Kinder stolz in die Zukunft blicken.“ Vorgestellt werden im Laufe der Veranstaltung auch die Bioenergiedörfer Jühnde, Barlissen, Reiffenhausen und Verliehausen.

Die ersten beiden Vorträge der Tagung stellten die Bedeutung der Bioenergie für den ländlichen Raum und die Bioenergie als Alternative zu Öl, Kohle, Gas und Uran heraus. Letzteres, durch die geplante Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken in aller Munde, fand auch in der gestrigen Diskussion ihren Platz: „Kernkraft soll es nach Wunsch der Bundesregierung zwar bis zum Jahr 2050 geben. Wir sollten es aber so sehen: Bis dahin wird die Hälfte an Strom, Wärme und Mobilität aus erneuerbaren Energien stammen und die Biomasse erhält ihre Position“, sagte Bernt Farcke vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Berlin.

Von Kristin Kunze

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Mit ihrem Energiekonzept ist die Bundesregierung von politischer Vernunft und gesellschaftlicher Verantwortung so weit entfernt wie Berlin vom Mittelpunkt Deutschlands.

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