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„Wir sind die sicherste Region im Land“

Gestiegene Aufklärungsquote „Wir sind die sicherste Region im Land“

Bürgernähe, Präsenz und Konsequenz hat sich Duderstadts Polizei auf die Fahnen geschrieben. Die Menschen sollten sich sicher fühlen, hat Kommissariatsleiter Otto Moneke mehrfach erklärt und das zum Arbeitsschwerpunkt der Eichsfelder Ordnungshüter deklariert.

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Immer häufiger klicken die Handschellen: Die Aufklärungsquote der Duderstädter Polizei liegt jetzt bei 67 Prozent.

Quelle: Schaarschmidt

Zahlen liefern ihm jetzt gute Argumente. Die Kriminalstatistik 2010 in den Händen stellt er fest: „Wir sind die sicherste Region im Land.“ Auf zwei Kennziffern stützt Moneke sein Urteil: Dem Rückgang der von der Duderstädter Polizei bearbeiteten Straftaten auf 1727 (vier Prozent weniger als 2009); und dem Anstieg der Aufklärungsquote um ein sattes Plus von sieben auf jetzt 67 Prozent. Das heißt, immer weniger Delikte und immer mehr überführte Täter. „Ein idealer polizeilicher Zustand“, macht der Polizeichef deutlich. „Der Bürger kann sich in unserer Region sicher fühlen“, fügt er hinzu. Die Zahlen geben ihm weitgehend Recht. Einige Beispiele aus den Zahlenkolonnen: Dickster Brocken in der Statistik sind die Diebstähle. 508 wurden im vergangenen Jahr verübt, 15 Prozent weniger als 2009. Gleichzeitig stieg hier die Aufklärungsquote um zwei auf jetzt 41 Prozent.

Das gleiche Bild bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten: 335 wurden im vergangenen Jahr von der Duderstädter Polizei bearbeitet, sechs Prozent weniger als in 2009. Aufklärungsquote hier: 79 Prozent. Der Anteil der gelösten Fälle stieg um starke 13 Prozent.
Während bei Vergehen gegen Gegenstände durchweg Gutes zu verkünden ist, ist das Bild bei Gewalt gegen Menschen differenzierter. 313 Rohheitsdelikte wurden im vergangenen Jahr begangen – sieben Prozent mehr in 2009. Allerdings steigt auch hier die Aufklärungsquote, um drei auf 94 Prozent. Nahezu jeder Täter wird also geschnappt.

Ein Anstieg der Delikte gab es auch bei sonstigen Straftaten wie Widerstand oder Sachbeschädigung. 462 Mal ermittelten die Duderstädter Beamten, 18 Prozent mehr als in 2009. Dabei sind sie allerdings immer erfolgreicher. Die Aufklärungsquote lag hier im vergangenen Jahr bei 61 Prozent, deutliche elf Prozent höher als in 2009.

Die Gründe für diese Entwicklungen? Zahlreiche Faktoren trügen dazu bei, erläutert Horst Kanngießer. Er ist Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Duderstadt. Er hat die Kriminalstatistik intensiv analysiert. An vielen Stellen im Gespräch gibt er Erläuterungen, weißt immer wieder darauf hin, dass vieles vom „Kommissar Zufall“ abhängig sei. Aber auch Kanngießer bescheinigt angesichts der Aufklärungsquote von 67 Prozent: „Das hatten wir noch nicht.“ Verbesserte polizeiliche Methoden, Schulungen und Spezialisierung von Beamten trügen dazu bei. Und: „Wir müssen auch den Bürgern Dank sagen“, fügt der Chefermittler hinzu. Oft komme der entscheidende Hinweis zur Ergreifung von Tätern aus der Bevölkerung.

Landesweite Zahlen
Im Schnitt werden in Niedersachsen knapp 63 Prozent der Straftaten aufgeklärt. Das verkündete Innenminister Uwe Schünemann (CDU) Ende Februar. Das sei die höchste Aufklärungsquote in der Geschichte des Landes, wird der Minister im Pressedienst Rundblick – Nord-Report zitiert. In allen Regionen des Landes liegt die Aufklärungsquote über 60 Prozent. Gleichzeitig sank in 2010 auch landesweit die Zahl der Straftaten. 582 547 Delikte wurden registriert, gegenüber 590 233 in 2009.
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©Richter