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Wissbegieriger Nachwuchs auf dem Duderstädter Pferdeberg

Jugendsprachkurs Wissbegieriger Nachwuchs auf dem Duderstädter Pferdeberg

59 Jugendliche aus 18 Ländern absolvieren einen dreiwöchigen Deutschkurs des Goethe-Instituts in der Kolpingferienstätte. Neben dem Unterricht besuchen die Teilnehmer auch Firmen und Schulen.

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Teilnehmer des Kurses: Chun-Sheng Hsueh, Neil Burger, Raquel Murat, Bárbara Guerrero und Schulpraktikantin Chioma Samuel (v.l.).

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Das Programm solle bei jungen Leuten den Wunsch nach einer Ausbildung und einem Studium in Deutschland bestärken, um dann „unser technisch-wissenschaftliches Verständnis in die Heimatländer zu tragen“, so Hannelore Besser, Schulleiterin in Ruhe. Damit es mehr Deutschlerner in aller Welt gibt, rief das Auswärtige Amt 2008 die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ ins Leben. Ziel war es, ein weltumspannendes Netz von Partnerschulen aufzubauen.  Zum Projekt gehören auch die Sprachkurse in Deutschland.

 
Das Goethe-Institut habe Stipendien zunächst vermehrt an junge Menschen aus Drittwelt-Staaten vergeben, dann Interessierte aus Mittel- und Osteuropa bevorzugt, mittlerweile kämen die Teilnehmer aus allen Kontinenten, berichtet Besser. Während es in den Anfangsjahren vermehrt Anfänger gewesen seien, so handele es sich nun zum Großteil um Fortgeschrittene. Die Mehrzahl der Teilnehmer sei zwischen 14 und 18 Jahre alt, das weibliche Geschlecht überwiege. „Frauen sind interessierter an anderen Ländern und erfüllen eher die Norm der Auswahl“, so Besser. 

 
Zum Programm gehört das Gestalten einer Kurszeitung, in einem anderen Projekten gehen die Jugendlichen der Frage nach, was das Eichsfelder Essen ausmacht. „Wir besuchen einen Bauernhof, die Heinz-Sielmann-Stiftung und machen Interviews in einer Schlachterei, Bäckerei und Käserei“, erläutert Besser. Die Gäste kommen am Dienstag  in die Berufsbildenden Schulen Duderstadt. „Sie sollen einen Eindruck vom Berufsausbildungssystem in Deutschland bekommen“, erläutert Besser und ergänzt: „Zwei Klassen werden Ottobock besuchen.“

 
„Ich möchte Deutsch lernen, weil ich vielleicht hier studieren will“, beschreibt Raquel Murat aus Spanien ihre Motivation. In Duderstadt fühlen sich die Stipendiaten sehr wohl. „Das ist eine sehr interessante Stadt mit vielen schönen Gebäuden“, so ihre Landsfrau Bárbara Guerrero, die sich so wie Neil Burger aus Südafrika und Chun-Sheng Hsueh aus Taiwan angetan von der Fachwerkkulisse zeigt. Während zwei Länderabenden in der Kolpingferienstätte am Dienstag und Donnerstag um 19.30 Uhr wollen Jugendliche ihre Heimat vorstellen.

 

VON AXEL ARTMANN

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