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Wohn- und Geschäftshaus in Duderstadt wird umgebaut

Familie Junge erwirbt Fachwerkhäuser und investiert in Duderstädter Innenstadt Wohn- und Geschäftshaus in Duderstadt wird umgebaut

In der Duderstädter Innenstadt bahnt sich die nächste Großbaustelle an. Die Gieboldehäuser Familie Junge hat das unter Denkmalschutz stehende Wohn- und Geschäftshaus Marktstraße 71 gegenüber vom Rathaus erworben und will es im kommenden Jahr umbauen.

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Wolfgang Nolte, Raffael Junge, Jürgen Germerott, Wolfgang Junge (v.l.).

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Wolfgang Junge und sein Sohn Raffael  wollen in dem als Kirchnersches Haus bekannten klassizistischen Fachwerkgebäude vier barrierefreie Wohnungen schaffen und einen transparenten Fahrstuhl einbauen. Das Erdgeschoss bleibt an das Ladenlokal Ernsting‘s family vermietet.  Bei Übergabe der Baugenehmigung sprach Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) von einem Bekenntnis zum Eichsfeld und einer weiteren Steigerung der  Wohnqualität in der Innenstadt.

„Wir haben unser Geld im Ruhrgebiet verdient und wollen jetzt hier investieren“, sagt Wolfgang Junge (74), der in führender Position beim Thyssen-Krupp-Konzern fast 50 Jahre Industriegeschichte mitgestaltet hat. Raffael Junge (45) arbeitet als Bauingenieur und Einkäufer in einer Stahlhütte. In den Umbau des stadtbildprägenden Eckhauses in der Marktstraße wollen sie eine Summe in deutlich sechsstelliger Höhe stecken, in den beiden leerstehenden Obergeschossen mit 430 Quadratmetern Ausbaufläche und Dachterrasse „offenes Wohnen mit Blick auf das Rathaus, bis 2,90 Meter hohen Decken und barrierefreien Sanitärräumen“ ermöglichen. Der Umbau soll im Frühjahr beginnen, die Wohnungen in den beiden Obergeschossen bis Oktober bezugsfertig sein. „Es war nicht ganz leicht, Statik und Denkmalschutz mit allen Ideen zu verquicken“ räumt Junge ein, der auf den genehmigten Einbau von Gauben im Dachgeschoss vorerst verzichten will.

Wie das Eckhaus mit Gewölbekeller wurde auch das Haus in der Jüdenstraße 4, das Junges samt angrenzendem Gartengrundstück ebenfalls erworben haben, 1853 nach dem Großbrand in der Innenstadt errichtet. Dort soll im kommenden Jahr das leerstehende Ladenlokal im Erdgeschoss in eine kleine Wohnung umgewandelt werden, ein neues Treppenhaus eingebaut, in Ober- und Dachgeschoss ein offener Wohnberecih mit Ateliercharakter und Gauben geschaffen werden. Wolfgang Junge schwebt hier ein Mehrgenerationenhaus mit separater Erdgeschosswohnung vor.

Zudem erwägt er ein weiteres Projekt in seinem Heimatort Gieboldehausen. Im ehemaligen Mode-Center Junge in der Gieboldehäuser Marktstraße, das er jahrzehntelang mit seiner Ehefrau Ursula betrieben und im vergangenen Jahr aufgegeben hat, könnte ebenfalls Wohnraum entstehen.

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©Richter