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Wohnraum am Wasserschloss in Wollershausen

Für Flüchtlinge Wohnraum am Wasserschloss in Wollershausen

Bis zu 180 dem Landkreis Göttingen zugewiesene Flüchtlinge sollen zukünftig in den Nebengebäuden des Schlosses Wollershausen leben. Pläne für die bauliche Umgestaltung und das Betreuungskonzept haben am Dienstagabend Vertreter der zuständigen Stellen im Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt.

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In den Nebengebäuden des Wasserschlosses Wollershausen entsteht derzeit ein Wohnheim für Flüchtlinge.

Quelle: Swen Pförtner

Wollershausen. Derzeit seien acht Menschen im Wirtschaftsgebäude untergebracht, berichtete Julia Adler, Standortleiterin der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) in Duderstadt. Bis zum Sommer werde die Zahl voraussichtlich auf 30 steigen. Bei Vollbelegung böten die 88 Zimmer im Wirtschaftsgebäude und dem Wohntrakt Raum für bis zu 180 Menschen, erklärte Kreisrat Marcel Riethig. Als „Wunschzahl“ formulierte er 120 bis 150.

Länger als in der Turnhalle

Bei den Menschen, die in den Nebengebäuden, nicht aber im Schloss selbst wohnen sollen, handelt es sich - anders als zuletzt in der Turnhalle - um Flüchtlinge, die dem Landkreis Göttingen zugewiesen werden. Bis ihr Asylverfahren abgeschlossen ist, seien sie an einen Aufenthaltsort gebunden, anschließend hätten sie die Wahl, umzuziehen oder auch in Wollershausen zu bleiben. Jedenfalls blieben die Menschen länger als die im Zuge der Amtshilfe in der Turnhalle eingerichteten Notunterkunft, erklärte Riethig.

Überwiegend Familien würden in den kommenden Monaten erwartet, erklärte Adler. Räume seien in unterschiedlichen Größen vorgesehen beziehungsweise Zimmer über Türen miteinander verbunden. Wie Günter Geile berichtete, seien Gemeinschaftsbereiche vorgesehen.

Der Architekt betreut für die Kreiswohnbau Osterode die baulichen Planungen. Derzeit würden in erster Linie Umbauten zugunsten des Brandschutzes und der Sicherheit vorgenommen sowie sanitäre Einlagen eingerichtet sowie die Beleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgerüstet.

Außerdem schaffe die GAB als neue Besitzerin der Liegenschaften die Voraussetzungen, damit sich die Asylbewerber in den Gebäuden selbst versorgen könnten. Sanierungen und Verschönerungsmaßnahmen im Gebäude und dem parkähnlichen Außengelände sollten nach dem Eintreffen weiterer Flüchtlinge unter deren Beteiligung fortgesetzt werden, erklärte er.

Starke Anbindung an das Dorfleben

Ein Teil des Konzepts der GAB sieht vor, dass außer Sprachkursen und Lehrgängen zur Alltagsbewältigung und zum Kennenlernen der deutschen Gesellschaft auch Übungen angeboten würden, mit denen mögliche berufliche Qualifikation ausgelotet werden könnten.

Adler wies darauf hin, dass Hermann Eckes, der als Standortleiter in Wollershausen tätig sein werde, für eine starke Anbindung der Einrichtung an das bestehende Dorfleben sorgen wolle: So sollen Spielplatz, Park und ein eventuell entstehendes Bistro von allen Wollershäusern und Gästen gleichermaßen genutzt werden können.

In einer Sprechstunde könnten Interessierte Fragen stellen. Sicherheitsbedenken räumte Duderstadts Polizeichef Otto Moneke aus: In den vergangenen sechs Monaten habe es - unter deutlich widrigeren Umständen - gerade sechs Polizeieinsätze gegeben. „Das ist praktisch nichts“, sagte er.

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©Richter