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Wolf im Eichsfeld bei Breitenberg gesichtet

Fotofallen werden aufgestellt Wolf im Eichsfeld bei Breitenberg gesichtet

„Das war definitiv ein Wolf. Er stand in der Wiese neben der Straße“, berichtet der Gerblingeröder Jörg Wisotzki, der schon am frühen Montagmorgen in Richtung Breitenberg unterwegs war.

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Im Eichsfeld wurde ein Wolf gesichtet.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Eichsfeld. Als er den Wolf erkannte, habe er sofort seinen Wagen abgebremst, aber um dann ein Foto mit dem Handy zu machen, habe die Zeit nicht gereicht. Der Wolf habe sich abgewendet und sei im Wald verschwunden, sagt Wisotzki.

Zusammen mit dem Immingeröder Karsten Panczyk ist er Pächter eines Jagdrevieres bei Breitenberg. „In den vergangenen Tagen haben sich die Wolfsbeobachtungen gehäuft. Mehrere Leute haben unabhängig voneinander das Tier in der Gegend um Breitenberg gesehen, eine weitere Sichtung kam aus dem Raum Lindenberg, aber das ist wahrscheinlich der gleiche Wolf“, sagt Wisotzki.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat Panczyk am Montagabend Fotofallen im Revier installiert. „Wenn wir einen Foto-Nachweis darüber hätten, dass der Wolf zurückgekehrt ist, wäre das großartig“, sagt der Immingeröder. Wölfe gehören für Panczyk zur natürlichen Fauna unserer Breitengrade, und er würde sich freuen, wenn der Wolf auch im Eichsfeld wieder heimisch werden würde. Auf dem Speiseplan des Wolfes stehen zu 54 Prozent Rehwild, 22 Prozent Rot- und zu 18 Prozent Schwarzwild, aber nur 0,6 Prozent Haustiere wie Schafe und Ziegen, klärt das Wildtiermanagement Niedersachsen der Landesjägerschaft auf.

Jagdpächter müssen zwar für den Schaden aufkommen, wenn beispielsweise eine Rotte Wildschweine ein Maisfeld niedermacht, aber bei Wolfsrissen sei das Land Niedersachsen für Schadensregulierung zuständig. Für Spaziergänger bestehe normalerweise keine Gefahr, da Wölfe recht scheu seien und den Menschen meiden.

Sollte jemand doch auf einen Wolf treffen, sei es wichtig, nicht wegzulaufen, sondern den Wolf durch Lärm wie lautes Klatschen zu vertreiben, rät das Wildtiermanagement. „Hunde sind ohnehin in dieser Jahreszeit anzuleinen. Das empfiehlt sich natürlich auch, um ein Treffen von Hund und Wolf zu vermeiden“, sagt Wisotzki. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz hat zudem eine Info-Broschüre herausgegeben: „Der Wolf in Niedersachsen – Grundsätze und Maßnahmen“, die als Download erhältlich ist.

Von Claudia Nachtwey

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