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Wollbrandshäuserin unterstützt Flüchtlinge

Theresa Northmann arbeitet beim Projekt Nächstenliebe mit Wollbrandshäuserin unterstützt Flüchtlinge

 Aus erster Hand wollte sich Theresa Nordmann (33) aus Wollbrandshausen über Flüchtlinge informieren. Deshalb arbeitet sie seit einem Jahr beim überkonfessionellen Projekt Nächstenliebe mit. Sie kümmert sich dort unter anderem um ein kurdisches Ehepaar aus dem Bergland der syrischen Region Kobane.

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Theresa Northmann (33) aus Wollbrandshausen.

Quelle: NR

Wollbrandshausen. Es sind existentielle Ängste, die Menschen zur Flucht veranlassen, und nicht der Wunsch nach einem Fernseher mit Flachbildschirm“, fasst Nordmann ihre Erfahrungen zusammen. Kobane wurde zum Beispiel lange Zeit vom Islamischen Staat belagert. Ein Flüchtlingsehepaar kam in einer nur mit wenigen Möbeln ausgestatteten Dachgeschosswohnung im Breitenberg unter. Nordmann half den Flüchtlingen, das Wohnzimmer einzurichten. Da das Paar im November ihr erstes Kind bekam, waren zudem Babysachen zu beschaffen.

Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Arztbesuchen und Behördengängen

Viele Formulare füllte die ehrenamtliche Helferin dazu aus. „Für Menschen, die kein Deutsch sprechen, ist das fast unmöglich“, meint sie. Der Kurde, ein Hirte, hat mittlerweile etwas Deutsch in einem Kurs der Kreisvolkshochschule gelernt. Die Frau, die kaum lesen und schreiben kann und sich derzeit um ihr Kind kümmert, beherrscht nur einige Brocken.

Nordmann, die bis Oktober bei der Bundesagentur für Arbeit tätig gewesen ist und seit einigen Wochen außer ihrem eigenen Kind noch als Fachkraft für Bereitschaftspflege ein weiteres Kind betreut, half bei Arztbesuchen und Behördengängen. Hilfe kam von einem Onkel des Ehepaars, der seit Jahren am Niederrhein lebt.

„Ich bin immer sehr respektvoll behandelt worden“

Die Helferin unterstützte auch andere Ehepaare sowie acht junge Männer, die in einer Wohngemeinschaft in Westerode leben. „Ich bin immer sehr respektvoll behandelt worden“, betont sie. Sie staunt, wie dankbar die Flüchtlinge für ihre bescheidenen Unterkünfte sind. „Mir ist bewusst geworden, in was für einem Luxus ich lebe“, meint Nordmann.

Das Projket

Das Projekt Nächstenliebe, das auch Senioren und Behinderte betreut und zudem Nachbarschaftshilfe leistet, sucht Helfer. Der Kontakt kann über das Lorenz-Werthmann-Haus in Duderstadt, Scharrenstraße, hergestellt werden. Informationen gibt es unter Telefon 0 55 27 / 84 74 34.

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