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Wucherpfennig erklärt Verzicht auf Chefposten

Geschäftsführung der Wirtschaftsbetriebe Wucherpfennig erklärt Verzicht auf Chefposten

Gerold Wucherpfennig wird nicht Geschäftsführer der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB). Per Pressemitteilung erklärte der CDU-Abgeordnete im Thüringer Landtag und frühere Minister seinen Verzicht auf die Position, die er im März 2012 übernehmen sollte.

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Die Erklärung erfolgte drei Tage nachdem bekannt geworden war, dass Wucherpfennig einen Strafbefehl wegen eines Steuervergehens akzeptiert hatte. Am Montagabend ging die Pressemitteilung bei den regionalen Medien ein.

Er wolle nicht Gegenstand politischer Ränkespiele sein, begründete der Landtagsabgeordnete seinen Schritt. Er bezieht sich dabei auf den Auslöser des Steuer-Strafverfahrens, eine anonyme Anzeige während des thüringischen Landtagswahlkampfs 2009. Diese sei politisch motiviert gewesen und habe sein Ergebnis im Wahlkreis Sondershausen negativ beeinflussen sollen. „Die gegenwärtigen Ereignisse im Vorfeld meines Engagements bei der EWB hängen ursächlich mit der anonymen Anzeige zusammen und sind die Fortsetzung dieser Kampagne“, so Wucherpfennig.

Damit verweist der Seulinger auf die Berichte im Eichsfelder Tageblatt über seine Bestellung durch den EWB-Aufsichtsrat, sowie den Strafbefehl. Die „mit der jüngsten Presseberichterstattung einhergegangenen Reaktionen im anonymen Internetforum des Eichsfelder Tageblatts“ seien auch ein Auslöser für seine Entscheidung gewesen, die Tätigkeit nicht aufzunehmen, erklärt Wucherpfennig. Die dort eingegangenen Beiträge diskriminierten und diffamierten die Mitglieder des Aufsichtsrats und seine Person „teilweise in entwürdigender und verletzender Art und Weise“. Das könne er seiner Familie und sich selbst nicht weiter zumuten.

Es sei für ihn schmerzhaft und verwerflich, dass anonyme Anzeigen eine berufliche Zukunft verhindern könnten, führt der Seulinger weiter aus. In der Sache erklärt er, niemand solle die Gewissheit haben, dass ein rechtskräftiger Steuerbescheid einer erneuten Prüfung Stand halte.

Dem Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe, der ihn über Parteigrenzen hinweg einstimmig gewählt hatte, dankt er für das Vertrauen in seine Person und Qualifikation. „Ich bitte um Verständnis für meine Entscheidung“, endet die Erklärung.

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©Richter