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Wühlarbeit für die Umgehung Westerode

 Gesamtkosten steigen Wühlarbeit für die Umgehung Westerode

Die Trasse für die Ortsumgehung Westerode ist nur 3,3 Kilometer lang, der Eingriff in die Landschaft gewaltig.

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Schwieriger Baugrund: Die Erdarbeiten für die Umgehungsstraße zwischen Westerode-Nord und Duderstädter Euzenberg-Kreisel haben begonnen.

Quelle: Richter

Westerode. Von beiden Seiten der neuen Brücke zwischen Westerode und Rosentaler Hof aus arbeiten sich  zurzeit Raupen und Bagger über  Baufeld-Rampen in Richtung Bundespolizeigelände und Bundesstraße 446 vor. Mutterboden wird abgetragen, der Boden mit Kalk und Zement verbessert, Wirtschaftswege abgesteckt.

Bei den Wühlarbeiten werden laut Projektleiter Thomas Groth von der Straßenbaubehörde rund 100 000 Kubikmeter Erde bewegt. Das entspricht einem zehn Meter hohen Haufen auf der Grundfläche eines Hektars.  Der Baugrund ist schwierig und gibt stark nach. „Deshalb werden auch die Dämme überhöht angeschüttet, um die Setzung zu beschleunigen“, sagt Groth.

Ebenfalls beschleunigt hat sich die Kostenentwicklung für die Umgehung. Statt von ursprünglich zwölf Millionen geht die Behörde inzwischen von 17,1 Millionen Gesamtkosten aus – für Grunderwerb, vier Brücken, vier Regenrückhaltebecken, Euzenberg-Kreisel, Ampelanlage zur Anbindung des Gewerbegebietes Breiter Anger, Wirtschaftswege, Auf- und Zufahrten sowie die Trasse selbst.

Allein wegen des problematischen Baugrunds mussten zusätzlich zwei Millionen Euro einkalkuliert werden, bei Ausführung der Wirtschaftswege hat es Änderungen gegeben, die allgemeinen Kosten der Bauwirtschaft sind seit 2011 um 7,5 Prozent gestiegen. Die mit den Trassenarbeiten beauftragte Firma Eurovia Teerbau bleibt voraussichtlich bis August kommenden Jahres, dann folgen noch Schilder, Leitplanken und Markierungen.

"Keine weiteren Lärmschutzmaßnahmen nötig"

Die Freigabe der Umgehung für den Verkehr ist im Oktober 2015 geplant – parallel zum Rückbau der alten B 446 im Bereich der künftigen Abfahrt Westerode Nord. Weitere Abfahrten gibt es an der Landesstraße zwischen Westerode und Nesselröden, am Gewerbegebiet Breiter Anger und dem Euzenbergkreisel als vorläufigem Endpunkt.

Für den zweispurigen Streckenabschnitt werden rund 30 000 Quadratmeter Asphaltdecke verbaut, 3,5 Kilometer neue Wirtschaftwege, 6,5 Kilometer Gräben und Mulden angelegt. Lärmschutzwände wurden bereits bei der 2009 abgeschlossenen Planfeststellung ausgeschlossen. „Prüfungen haben ergeben, dass keine weiteren Lärmschutzmaßnahmen nötig sind“, bestätigt Groth.

Die Linienführung des mit einem Flurbereinigungsverfahren verbundenen und vom Landkreis Göttingen als Aufsichtsbehörde begleiteten Straßenbauprojekts durchschneidet zwischen dem Ottobock-Firmengelände und dem Gewerbepark Euzenberg das Gelände der ehemaligen Polte-Werke, in denen in der NS-Zeit Munition hergestellt wurde. „Wir gehen dort wegen möglicher Altlasten sehr behutsam vor“, sagt Groth: „Bislang hat es bei den Bodenproben keine Befunde gegeben.“

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