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Wünsche an die Welt in 2025

Kindersymposium Wünsche an die Welt in 2025

Eine Gesellschaft, in der die Worte Korruption, Krise und Konflikte nicht jeden Tag erwähnt werden müssen, in der Politiker Vertrauen verdienen, Gleichheit und Menschenwürde wichtiger als kulturelle Differenzen sind – das wünscht sich Marina (16) aus Spanien. Damit steht sie nicht allein.

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Präsentieren ihre Wünsche für 2025: Jugendliche mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff (l.) und Nobelpreisträger Erwin Neher (r.).

Quelle: Blank

Duderstadt. Gemeinsam mit 85 Jugendlichen aus Rumänien, Spanien, Israel, Palästina, aus Duderstadt und Worbis hat sie am internationalen Kindersymposium „Begegnungen – Schutzräume für Kinder“ teilgenommen.  In Workshops auf Gut Herbigshagen befassten sich die in ihrer jeweiligen Heimat vielfältig sozial engagierten Jugendlichen mit Kinderrechten, Zukunftswünschen, sozialer Verantwortung und Religion. Ihre Petitionen präsentierten sie am Dienstag beim prominent besetzten Symposium der Peter-Maffay-Stiftung im Duderstädter Rathaus.

Und sie nahmen wie Franziska kein Blatt vor den Mund: „Künstler sollten ihre Vorbildfunktion und ihre Möglichkeiten nutzen, um etwas zu verändern – so wie die Herrschaften, die hier sitzen.“ Wie wollen wir 2025 leben? Was gefährdet, was schützt uns? Wie können wir mit Freude Teil der globalen Welt sein? Welche Rechte haben Kinder? Wie können diese eingefordert werden? Diesen Fragen waren  die Jugendlichen im Zeltlager bei der Sielmann-Stiftung nachgegangen. Sie kamen dabei, trotz verschiedener Lebensumstände, zu ähnlichen Antworten.

Frieden und soziale Sicherheit stehen auf der Wunschliste

Frieden und soziale Sicherheit stehen obenan auf der Wunschliste. Die Palästinenserin Tala (16) will Musikerin werden und mit ihrer Musik die Welt verändern, der Israeli Dor (16) wünscht sich Frieden und Harmonie, Hanna (14 ) aus Deutschland will 2025 immer noch in einer sicheren Welt leben und Christian (16) aus Rumänien eine Welt, die frei ist von Diskriminierung und Konfrontation. Die Rumänin Teodora (15) hat Angst, dass manche Menschen keine Regel und kein Gesetz respektieren.

Und die Deutsche Elisa (13) sagt: „Dinge, die Kinder in Gefahr bringen, sehe ich beinahe täglich im Fernsehen.“ Die kamen auch beim Symposium der Erwachsenen im Rathaus zur Sprache – ob die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi von 50 allein im vergangenen Jahr niedergebrannten Mädchenschulen in Afghanistan berichtete oder der Musiker Wolfgang Niedecken über das Schicksal von Kindersoldaten in Uganda und im Kongo.

In ihren Petitionen aus den Workshops fordern die Jugendlichen eine Verbesserung von politischer Teilhabe und Vertrauen, von Bildung und sozialen Netzwerken, ein intaktes Gesundheitssystem und eine saubere Umwelt, mehr soziale Einrichtungen und Hilfe für benachteiligte Kinder. „Wir wünschen uns, dass alle Menschen ihre Religion ohne Ängste auf der Welt frei ausleben dürfen und dass wir verstehen, dass wir alle Gottes Kinder sind.“

Die Ergebnisse des Kindersymposiums gibt es hier als Download:

 

Jugendliche und der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff hielten die Schlussworte beim Symposium der Peter-Maffay-Stiftung in Duderstadt.

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Musiker über Soziale Verantwortung

Das Medieninteresse am Symposium war riesig. Die Vielzahl an Prominenten lockte Journalisten aller Sparten ins Duderstädter Rathaus. „Berühmt und engagiert! Prominente und ihre soziale Verantwortung!“ war Titel einer Diskussionsrunde mit dem spanischen Startenor José Carreras und den deutschen Rockgrößen Wolfgang Niedecken, Julia Neigel und Peter Maffay.

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©Richter