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ZDF dreht bei Duderstädter Wolfgang Windhausen

Mit Kopie vor der Kamera ZDF dreht bei Duderstädter Wolfgang Windhausen

„Kamera läuft“ hieß es am Donnerstagnachmittag bei Wolfgang Windhausen. Der Duderstädter Schriftsteller und Menschenrechtler erhielt Besuch vom freien Journalisten Henning Hübert und einem Aufnahmeteam des ZDF.

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Henning Hübert (links) interviewt Wolfgang Windhausen.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Anlass waren Dreharbeiten für einen Fernsehbeitrag, der im Rahmen der „3sat-Kulturzeit“ die Frage aufgreift, wie mit dem Zettel umgegangen werden soll, den das SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski zu seiner Weltgeschichte machenden Pressekonferenz am 9. November 1989 mitgenommen hat.

Der frühere DDR-Funktionär, der mit dem gestammelten Satz „Das trifft ... nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich“ den Fall der Mauer auslöste, hat dem Duderstädter 2004 eine Kopie des Dokuments geschenkt. „Über eine Suche bei Ebay bin ich zufällig auf Windhausen gestoßen“, erzählte Hübert am Rande der Dreharbeiten.

Der 42-Jährige berichtete Mitte April darüber, dass die Stiftung Haus der Geschichte in Bonn den Original-Zettel für 25 000 Euro von einer nicht benannten Person gekauft hat. „Ich bin dann an diesem Thema hängengeblieben“, so Hübert. Er ahnte allerdings nicht, dass es bereits 24 Stunden später eine Wendung bekommen sollte, denn Schabowskis Ehefrau Irina sprach von einem „Diebstahl“ des legendären Zettels. „Da macht man so ein Thema, und einen Tag später fällt der Putz von der Fassade“, sagte der Brandenburger rückblickend.

Windhausen, der mehrere Jahre lang persönlichen Kontakt zu Schabowski hatte, werde eine Art „Achse“ in dem rund sechsminütigen Beitrag sein. Ausgestrahlt wird die Produktion nach Angaben von Hübert im Umfeld des 17. Juni in der Sendung „3sat-Kulturzeit“, die jeweils um 19.20 Uhr beginnt. Ein genaues Sendedatum steht noch nicht fest.

Von Axel Artmann

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