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Zahl der Arbeitslosen sinkt auf Rekordtief

Quote im Eichsfeld bei sechs Prozent Zahl der Arbeitslosen sinkt auf Rekordtief

Den bundesweiten Enthusiasmus über die niedrigste Arbeitslosenquote seit 1992 mag Wolfgang Günther nicht teilen. Denn seitdem haben sich die statistischen Erhebungen und Berechnungsmodalitäten mehrfach geändert. Die aktuellen Zahlen seien schwer mit denen weit zurückliegender Jahre zu vergleichen, meint der Duderstädter Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit.

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Arbeitslosenquote geht zurück: Arbeitsmarkt erlebt goldenen Oktober.

Quelle: Quelle: Agentur für Arbeit / Grafik: ne

Auch Günther ist aber erfreut über die positive Entwicklung dank des anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs. So ist im Altkreis Duderstadt im Oktober die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 43, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 75 auf 1145 Menschen zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosenquote von 6,3 auf 6,0 Prozent. Nur Uslar liegt im regionalen Vergleich der Geschäftsstellenbezirke der Göttinger Agentur für Arbeit mit 5,9 Prozent noch darunter.

Von der günstigen Konjunkturentwicklung nicht profitieren konnten die langzeitarbeitslosen Hartz-IV-Empfänger im Eichsfeld, deren Zahl in der Monatsstatistik mit 751 Betroffenen stagnierte. Der Bestand der Bewerber aus dem Bereich der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung, die direkt von der Agentur betreut werden, ging hingegen auf ein Rekordtief von 394 Personen zurück. Günther kann sich nicht erinnern, dass die Zahl in diesem Personenkreis in den Jahren seit der Arbeitsmarktreform mit Einführung von Hartz IV jemals unter 400 gelegen hat.

Als positiv vermerkt Günther nicht nur die gesunkene Arbeitslosenquote, sondern auch einen Anstieg der gemeldeten Arbeitsstellen. Seit Jahresbeginn wurden der Agentur von den Arbeitgebern im Duderstädter Bereich 567 Arbeitsstellen gemeldet – 137 respektive 31,9 Prozent mehr als 2009. Noch zur Besetzung frei waren im Oktober 107 Arbeitsstellen.

Wie schon im September ging die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren besonders deutlich zurück. Ihre Zahl sank im Oktober im Altkreis um gut zehn Prozent auf jetzt noch 116. „Nicht nur der Beginn eines Studiums und die nachträgliche Aufnahme einer Ausbildung war für diese Entwicklung ausschlaggebend“, betont Günther: „Auch junge Menschen mit abgeschlossener Ausbildung profitierten vom positiven Wirtschaftsverlauf.“

ku

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©Richter