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Zahl der Camping-Gäste in Seeburg verdoppelt

Zweite Saison nach der Privatisierung Zahl der Camping-Gäste in Seeburg verdoppelt

Konzerte, Karaoke-Abende, Kids-Club, Campen im Zirkuswagen. Die Privatisierung des Seeburger Campingplatzes samt Gaststätte ist bislang eine Erfolgsgeschichte. „Wir haben bereits doppelt so viele Gäste wie im Vorjahr“, sagt Deborah Liemburg: „In dieser Saison hat es richtig gebrummt.“

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Camping-Platz Seeburg

Quelle: Richter (Symbolbild)

Seeburg. Seit März 2014 betreiben die Niederländer Deborah und Ralph Liemburg den von der Gemeinde veräußerten Campingplatz, fühlen sich mit ihren Kindern längst als Seeburger und bedauern die Schließung der Schule. Nicht nur im Ort, auch digital sind die Holländer gut vernetzt. Das beschert ihnen Buchungen aus ganz Europa. Und Gäste aus allen Einkommensschichten. Vom Wurfzelt bis zum Luxus-Wohnmobil ist auf dem Platz alles vertreten. Rund 40 Prozent der Camper sind Deutsche, weitere 40 Prozent Holländer. „Die bleiben aber länger als die Deutschen“, sagt Liemburg. Der Rest der Gäste verteilt sich auf Skandinavien, Frankreich und die Schweiz. Auch Japaner, Amerikaner und Finnen haben Seeburg schon angesteuert.

 
Nicht nur in der Hochsaison vom 4. Juli bis 23. August herrscht Hochbetrieb auf dem Campingplatz, der nur im Januar eine Ruhepause einlegt. „Seit Mai war fast alles ausgebucht“, sagen Liemburgs, die das Areal umgestaltet, die Stellplätze vergrößert, die sanitären Anlagen erneuert und kostenloses W-Lan eingeführt haben. Im Juli verzeichneten sie mit 2532 Übernachtungen – darunter viele Familien mit Kindern – einen Besucherrekord. Die von „Seeblick“ in „Old Sailor“ umgetaufte und umgestaltete Gaststätte hat sich zu einer Dorfkneipe gemausert, in der sich Camper und Einheimische mischen.

 
Auch am Bade-Pier des Naturschwimmbads im See geht es polyglott zu. Auf Probe zahlen Liemburgs in diesem Jahr einen Pauschalbetrag an die Gemeinde, damit die Camper umsonst das Freibad nutzen können.

 
25 der 120 Plätze sind für Dauercamper reserviert. Davon kommen die meisten aus der Region, verbringen vor allem Wochenenden und Ferienzeiten am See. Die Attraktivität Seeburgs für den Fremdenverkehr führen Liemburgs auf die zentrale Lage in Deutschland, die Nähe zu Göttingen, Duderstadt und dem Harz sowie die guten Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren zurück.

 
Mit dem Saisonverlauf sind Liemburgs mehr als zufrieden. „Der Rasen ist total kaputt und gelb“, sagt Deborah: „Für einen Campingplatz ist das gut. Das zeigt, dass er auch genutzt wird.“

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©Richter