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Zahl der Flüchtlinge könnte sinken

Rosenthaler Hof Zahl der Flüchtlinge könnte sinken

Die Lage im Rosenthaler Hof scheint sich zu entspannen: Bis Ende des Monats könnte sich die Zahl der dort untergebrachten Flüchtlinge auf 380 reduziert haben. Damit wäre die Notsituation überwunden, der Normalzustand erreicht.

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Noch in diesem Monat könnte die Belegung im Rosenthaler Hof auf 380 Flüchtlinge zurückgehen.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Derzeit sind noch rund 500 Männer, Frauen und Kinder aus verschiedenen Herkunftsländern in der Außenstelle des Grenzdurchgangslagers Friedland untergebracht. Vorgesehen sind nach einer Erweiterung der Kapazitäten im Jahr 2015 eigentlich 380 - doch Notsituationen wie ein Unwetter und die steigende Zahl ankommender Flüchtlinge hatten es nötig gemacht, diese Zahl zu überschreiten. Die Tennishalle des Hotels wurde zum Schlafsaal umfunktioniert.

Bereits am 20. Dezember habe es einmal eine Normalbelegung gegeben, berichtete Hoteldirektor Eckhard Melz am Freitag. Um die Jahreswende sei der Bedarf nach zusätzlichem Platz erneut gestiegen, und die Zahl der Betten wurde wieder aufgestockt. Er rechne nun damit, Ende Februar die Tennishalle wieder freigeben zu können. Damit wäre die ursprünglich geplante Höchstbelegungszahl erreicht.

Im Rosenthaler Hof spiegelt sich damit die bundes- und niedersachsenweite Entwicklung wider. Bernd-Michael Lemmel, im niedersächsischen Innenministerium zuständig für die Planung von Flüchtlingsunterkünften, berichtete, dass aktuell rund 20 000 Flüchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen im Land untergebracht seien - rund die Hälfte der Anzahl der Menschen aus dem vergangenen Dezember. Das Amtshilfeersuchen sei vielerorts bereits zurückgenommen. Auch beim Registrierungsverfahren mache sich die geringere Anzahl ankommender Menschen bemerkbar: Nur bei rund fünf Prozent stehe das Verfahren noch aus. „Wir sind fast auf Tagesstand“, sagte er. Dabei handele es sich bei den Ankommenden nicht mehr überwiegend um alleinreisende junge Männer, sagte Lemmel, sondern zunehmend auch um Familien und ältere Menschen. Ihre Betreuung, aber auch die Integration der unbegleiteten minderjährigen und der zugewiesenen Flüchtlinge sei eine große Herausforderung, betonte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU).

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