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Freiwillige sorgen für Sicherheit

Zehn Jahre Werkfeuerwehr bei Ottobock Freiwillige sorgen für Sicherheit

48 Freiwillige engagieren sich bei der Ottobock Firmengruppe in der Werkfeuerwehr. Mitglieder und Gäste feiern am Mittwoch, 21. September, deren zehnjähriges Bestehen.

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Mitglieder der Otto Bock Werkfeuerwehr: Thomas Glahn, Martin Wolff, Michael Bonse, Andreas Mühlmeyer, Sascha Grebestein (v.l.).

Quelle: Oliver Thiele

Duderstadt. Die Geschichte des Feuerwehrwesens in dem Unternehmen beginnt bereits 1975 mit der Gründung der Betriebsfeuerwehr. Mit dem Wegfall der Bezirksregierungen änderten sich Organisationsstrukturen. Polizeidirektionen sind seitdem in Niedersachsen die Aufsichtsbehörden für den betrieblichen Brandschutz. Nach dem Besuch eines Repräsentanten dieser Behörde beim heutigen Leiter der Wehr, Michael Bonse, und dem damaligen Geschäftsführer der Otto Bock Holding, Adolf Stender, sei die Entscheidung gefallen, die Wehr in eine „anerkannte nebenberufliche Werksfeuerwehr“ umzuwandeln, so Bonse.

„Wir müssen in Ausbildung und Ausstattung einer öffentlichen Feuerwehr entsprechen“, erläutert er eine Konsequenz und benennt noch eine andere: „Wenn eine öffentliche Feuerwehr uns zur Unterstützung anfordert, verlassen wir das Werk, wenn dort die Sicherheit nicht in Gefahr ist“. Hinzugerufen wurde die Wehr unter anderem bei Großbränden am Ebertring und an der Göttinger Straße in Duderstadt oder bei einem Scheunenbrand in Werxhausen. 17 Mal seien die freiwilligen Helfer in 2015 zu Einsätzen auf dem Gelände des Hauptsitzes der Firmengruppe an der Max-Näder-Straße, auf dem Ottobock Campus in Duderstadt oder bei Technogel in Berlingerode ausgerückt. Viele der im Schnitt 39 Jahre alten Mitglieder engagieren sich in ihren Heimatorten in Freiwilligen Feuerwehren. Auszubildende würden nicht aufgenommen, da die Berufsausbildung Vorrang habe, betont Bonse. Frauen hätten bisher kaum Interesse geäußert.

„Mir ist es wichtig, anderen in Not zu helfen“, sagt Thomas Glahn aus Leinefelde. „Es ist ein gutes Gefühl, dem Unternehmen zu zeigen, dass man sich für dessen Sicherheitskonzept einsetzt“ benennt Sascha Grebestein einen anderen Aspekt. Für Andreas Mühlmeyer aus Berlingerode liegt ein Reiz darin, mit einer moderneren Technik als in der heimischen Wehr arbeiten zu können.

Gegliedert ist die mit vier Fahrzeugen ausgestattete Wehr in zwei Züge. „Jedes Mitglied muss im Jahr mindestens 40 Stunden Ausbildung absolvieren“, so Bonse. 1995 war er aus Soest, wo er einen Gefahrgutzug geleitet hatte, nach Duderstadt gekommen. Bei Ottobock wurde der 54-Jährige als Brandschutzbeauftragter für die Leitung der Betriebsfeuerwehr verantwortlich, bevor er 2006 die Leitung der neu geschaffenen Werkfeuerwehr übernahm. Während der Feier am Mittwoch wird ein neues Einsatzfahrzeug mit Drehleiter geweiht.

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