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Zeit drängt in der Entscheidung um die Rommel-Kaserne

Göttingens Landrat hält Beschlagnahmung durch das Land für möglich Zeit drängt in der Entscheidung um die Rommel-Kaserne

Die Anwendung des Polizeirechts durch das niedersächsische Innenministerium und damit eine Beschlagnahmung der ehemaligen Rommel-Kaserne zur Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft hat Landrat Bernhard Reuter (SPD) am Sonnabend in Duderstadt ins Gespräch gebracht.

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Quelle: Pförtner (Symbolfoto)

Osterode. Angesichts der Notsituation der Flüchtlinge und der Zahl der Menschen, die niedersachsenweit untergebracht werden müssten, halte er ein Abwarten auf eine Entscheidung des Investors nicht mehr lange möglich. Auch Innenminister Boris Pistorius (SPD), glaubt er, werde "bald nichts anderes mehr übrig bleiben".

Derzeit befindet sich die ehemalige Kaserne im Besitz des Unternehmens Princess of Finkenwerder. In den vergangenen Wochen war allerdings mehrfach berichtet worden, Geschäftsführer Wolfgang Koch wolle sich aus den Plänen zurückziehen und verhandele mit einem Investor über den Verkauf des Geländes. Der Schweizer Privatinvestor Carsten Jungclaus will demnach bis zu zehn Millionen investieren, um eine Erstaufnahmeeinrichtung zu realisieren.

Bundesweit hatte die Ankündigung Til Schweigers, sich in Osterode für ein "Vorzeige-Flüchtlingsheim" einsetzen zu wollen, für Aufsehen gesorgt. Gerüchte über eine Kooperation des Schauspielers mit dem Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder, CEO der Firmengruppe Ottobock, wies dieser zurück. Schweiger habe tatsächlich über die Schauspielerin und Künstlerin Eva Hassmann den Kontakt zu ihm gesucht. Eine gemeinsame Initiative sei daraus allerdings nicht entstanden. "Mein Stil sind eher solide, kleine Projekte auf Basis einer christlich-humanistischen Grundhaltung", sagte Näder.

Er hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Hilfe geleistet, unter anderem, indem er 150 Matratzen für die Tennishalle des Hotels Rosenthaler Hofes in nur einer Nacht fertigen ließ. Flüchtlinge mussten dort spontan untergebracht werden, nachdem ihre Unterkunft von einem Hochwasser betroffen gewesen war. Auch eine der Hilfsaktionen Näders hatte für Furore gesorgt: Im Juni hatte der Otto-Bock-Chef 300 Flüchtlinge aus Friedland zum gemeinsamen Fastenbrechen in das Hotel Zum Löwen eingeladen. Er kündigte an, sich weiter für die Flüchtlingshilfe einsetzen zu wollen.

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