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Zeugen sagen nach Beugehaft aus

Opfer erscheint nicht Zeugen sagen nach Beugehaft aus

Das Verfahren um räuberische Erpressung wurde Mittwoch vor dem Amtsgericht Duderstadt fortgesetzt. Laut Anklage sollte ein junger Mann im Februar 2013 mit Schlägen zur Zahlung von 3600 Euro genötigt werden.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Allerdings kam das Opfer dem Zeugenaufruf nicht nach, weil es sich weiter im Ausland aufhält.Das Verfahren um räuberische Erpressung wurde Mittwoch vor dem Amtsgericht Duderstadt fortgesetzt. Laut Anklage sollte ein junger Mann im Februar 2013 mit Schlägen zur Zahlung von 3600 Euro genötigt werden. Allerdings kam das Opfer dem Zeugenaufruf nicht nach, weil es sich weiter im Ausland aufhält.

Alkohol und Schock trüben Erinnerung

Zunächst vernahm Richter Michael Pietzek den Mieter, aus dessen Wohnung das Opfer in der Nacht abgeholt wurde. Dieser erklärte, dass eine größere Gruppe vor der Tür stand und das Opfer aufforderte, mitzukommen, weil dieses jemandem aus der Gruppe um Geld für einen Zigarettendeal geprellt habe. Der Zeuge erklärte, dass er unter Schock stand und auch schon etwas getrunken hatte, weshalb er nicht wisse, ob die Angeklagten beteiligt waren.

Die beiden Zeugen, gegen die der Richter am 2. Mai Beugehaft angeordnet hatte, weil sie sich in der damaligen Verhandlung an nichts erinnern konnten, erklärten, dass einer von ihnen von dem Geprellten angerufen und um Begleitung gebeten wurde. Die Gruppe traf sich zunächst in der Spielothek in Gieboldehausen, von wo sie nach Bilshausen aufbrachen. Es habe aber in der Spielothek keine Absprachen über das spätere Geschehen gegeben.

Es sollte nur Druck aufgebaut werden, damit das Opfer die 1500 Euro zurückzahle, die es sich für einen Kauf von 100 Stangen Zigaretten auszahlen lassen hatte. Schon in der Wohnung sei dem Opfer das Handy abgenommen worden. Danach sei die Gruppe, verteilt auf drei Fahrzeuge zu einer Scheune an einem Feldweg zwischen Gieboldehausen und Bilshausen gefahren.

Zu weit weg

Einer der Zeugen erklärte, sich nach dreieinhalb Jahren nicht mehr an das Geschehen vor Ort erinnern zu können, der zweite gab zu, er habe das Opfer einmal geschlagen. Nach dem Schlag sei er zum Auto gegangen.

Auch einer der Angeklagten gab zu, mitgefahren zu sein. Der Ton im Auto sei immer aggressiver geworden. Allerdings sei er mit einer weiteren Person bei den Autos geblieben und habe das Geschehen nicht sehen können. Er habe nur ein- oder zweimal jemanden schreien hören.

Sowohl die Zeugen als auch der Angeklagte sagten aus, sie hätten in der Nacht nichts von einem höheren Geldbetrag gehört. Davon hätten sie erst später erfahren.

Die Beugehaft gegen die beiden Zeugen wurde aufgehoben. Das Verfahren wird am Montag, 6. Juni, fortgesetzt.

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©Richter