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Zeugnisse der Kultur- und Technikgeschichte

Historische Wasserbauten Zeugnisse der Kultur- und Technikgeschichte

Wasserbauten hat der Deutsche Bund für Heimat und Umwelt in diesem Jahr in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt. Vom steinzeitlichen Brunnen über römische Aquädukte bis hin zu modernen Hafenanlagen reicht das Spektrum der menschlichen Bemühungen, durch Bauwerke das Element Wasser zu nutzen und zu kontrollieren.

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Schutz vor Hochwasser, Nutzung zum Bierbrauen: Der Hartmann-Kanal (links) verläuft teilweise unterirdisch, der Brehmelauf durch die Innenstadt.

Quelle: Tietzek/Walliser

Historische Objekte wie Wassertürme, Mühlen und Schleusen haben besondere kulturgeschichtliche Bedeutung.

In Duderstadt gibt es mehrere historische Wasserbauten, deren Entstehungsgeschichte teilweise bis ins Mittelalter zurück reicht. Dazu gehört beispielsweise der Brehmelauf, der durch die Stadt geleitet wurde – unter anderem um frisches Wasser für das Bierbrauen zu haben.

Auch wurde die Kleine Hahle so geführt, dass sie gleich mehrere Mühlen vor und in der Stadt betrieb, beispielsweise die Hierbecksche Mühle – die zu Zeiten der deutschen Teilung in der DDR als Kontrollturm genutzt wurde – und die Schwarze Mühle am Schützenplatz.
Ein besonderer Fall ist der Hartmann-Kanal, der 1927 gebaut wurde und aus dem Bereich Auf der Klappe, unter dem Stadtring hindurch, bis zum Krankenhaus St. Martini führt. Zweck dieses Bauwerks war es, die Stadt besser vor Hochwasser zu schützen. Eine solche Überschwemmung hatte im Jahr 1926 beispielsweise für eine große Schäden in der Stadt gesorgt.

Wasserbauten verschiedenster Art wird es auch in Zukunft geben. Die Stadt Duderstadt steht beispielsweise vor einer großen Aufgabe in Sachen Hochwasserschutz: dem Bau des Hahle-Hochwasserbeckens zwischen Teistungen und Gerblingerode. Das Millionenprojekt soll in den kommenden fünf Jahren realisiert werden. Die Finanzierung für dieses Vorhaben ist noch nicht gesichert – auch das bleibt eine große Aufgabe.

Ein Faltblatt über historische Wasserbauten kann beim Bund Heimat und Umwelt angefordert, oder im Internet herunter geladen werden.

Von Sebastian Rübbert

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