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Zuckerrübenanbauer blicken auf Kampagne 2014

Rekordernte trifft Preisverfall Zuckerrübenanbauer blicken auf Kampagne 2014

Auf der einen Seite steht die erfolgreichste Rübenernte aller Zeiten – auf  der anderen Seite der Preisverfall am Zuckermarkt. Diese Themen beschäftigten die Teilnehmer der Winterversammlung, die vom Zuckerrübenanbauerverband Südniedersachsen im Hotel Zur Stadt Hannover veranstaltet wurde.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Germershausen. Nachdem Heinrich Klingelhofer als stellvertretender Vorsitzender die etwa 80 Landwirte begrüßt hatte, kam Matthias Schulte, Leiter des Agri Center in der Zuckerfabrik Schladen,  zu Wort.: „Vegetationszeit bringt Ertrag. Das hat sich auch in der Kampagne 2014 bestätigt.“ In Südniedersachsen seien pro Hektar 14 Tonnen Zucker erwirtschaftet worden, im Rekordjahr 2008 dagegen zwölf Tonnen, verglich Schulte.

Mit durchschnittlich 10 739 Tonnen verarbeiteten Rüben pro Kampagne-Tag sei dies auch für Schladen ein Rekordjahr gewesen. Dennoch riet Dr. Gerd Jung von der Nordzucker AG für das kommende Frühjahr, die Zuckerrübenflächen deutlich einzuschränken, um den Zuckerüberschuss abbauen zu können. Zudem werfe das Jahr 2017 bereits seine Schatten voraus.

Nach den EU-Beschlüssen zur Abschaffung der Zuckerquotenregelung würden dann die bisherigen Mengen- und Preisgarantien wegfallen und die Vertragsbedingungen zwischen Zuckerunternehmen und Anbauerverbänden direkt ausgehandelt werden. Aber Helmut Meyer, Vorsitzender der Union Südzucker Hannover, gab bekannt, dass jeder Rüben anbauende Aktionär oder Gesellschafter einen Anspruch habe, Rüben an die Nordzucker AG zu liefern.

Auch die bisherige Qualitätsbewertung der Rüben habe Preisschwankungen zur Folge gehabt. Grund dafür sei die Bewertung des sogenannten Nachköpfens, welches schwer einheitlichen Richtlinien unterzuordnen sei, erklärte Dirk Wollenweber. Geschäftsführer des Zuckerrübenanbauverbandes.

Ab 2015 greife ein neues Bewertungssystem. Hier werde das Nachköpfen nicht mit einbezogen. Ziel sei die Anlieferung ganzer Rüben, aber ohne Blatt, „denn Blattstiele versauen die Messung des Zuckergehalts“, so Wollenweber. Anbauberater Andreas Sonnenberg informierte zudem über Blattkrankheiten, Zwischenfrüchten und aktuellles Beizen.  

Von Claudia Nachtwey

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