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Elterninitiative sucht das Gespräch

Zukunft der IGS in Duderstadt Thema im Schulausschuss Elterninitiative sucht das Gespräch

Wie soll es weitergehen mit der IGS in Duderstadt? Die Diskussion im Schulausschuss des Kreistages am Donnerstag dürfte eine spannende werden. Im Gespräch mit Vertretern der Kreistagsfraktionen und der Kirche haben Mitglieder der Elterninitiative ihre Position im Vorfeld deutlich gemacht.

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Quelle: r

Göttingen. Während rund um Göttingen vier Integrierte Gesamtschulen den Wunsch der Eltern nach dieser Schulform abdeckten, sei auf dem Land, "und gerade im östlichen Landkreis Göttingen" keine einzige IGS zu finden, begründeten die Vertreter der Elterninitiative ihren Wunsch nach einer “Schule für alle”. Eine Umfrage aus dem Jahr 2010 in Osterode belege das Interesse, auch die mehr als 2600 Unterschriften, die in einer Online-Petition gesammelt wurden, seien ein deutliches Zeichen.

In Duderstadt sei die Situation eine besondere: Mit der St.-Ursula-Schule werde dem Landkreis "eine vollständig aufgebaute, gut eingespielte und hervorragend ausgestattete IGS frei Haus angeboten." Investitionen seien kaum nötig, der Übergang nahezu nahtlos möglich. Zudem würde eine Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis Göttingen Probleme beiseiteschaffen, die zuletzt die Schülerzahlen gedrückt haben könnten, sagte Oliver Brunotte von der Elterninitiative. “Privatschule”,“katholisch” und “Schulgeld” seien Begriffe, die Eltern abschrecken könnten, argumentierte er.

Die Schülerzahlen betreffend verwies Eckhard Fascher (Die Linke) darauf, dass im Schulausschuss darüber diskutiert werde, die Kooperativen Gesamtschulen in Bad Lauterberg und Gieboldehausen zu begrenzen, da die räumlichen Ressourcen der Nachfrage nach einer Gesamtschule nicht mehr entsprächen.

Wolfgang Feike (FDP) sicherte nach Angaben der Elterninitiative zu, dass sich seine Fraktion für die Region Duderstadt und insbesondere für die IGS stark machen werde. Auch Matthias Schenke (SPD) habe unterstrichen, dass es sich bei der IGS um ein “attraktives, zukunftsorientiertes Modell” handele. Er gab aber zu bedenken, dass genau das für das Eichsfeld-Gymnasium ein Problem darstellen könnte.

Die Elterninitiative machte deutlich, dass das EGD eine Schule mit einem eigenen, guten Konzept sei. Niemand wolle dem EGD schaden, sagte der stellvertretende Elternratsvorsitzende Ulrich van Almsick. Er plädiere aber dafür, den Eltern die Wahl der Schulform zu überlassen. Um zu einer "vernünftigen Lösung" zu kommen, ermahnte Lothar Koch (CDU) die Beteiligten, müssten alle Positionen in den Blick genommen werden. Er verwies auf den Faktor Zeit und empfahl der Elterninitiative, das Bistum zur Einhaltung ihrer Verantwortung zu drängen und nicht vorschnell aus der Zuständigkeit zu entlassen.

Die Elternitiative weist darauf hin, dass weiterhin Schüler angemeldet werden können und deren Abschluss nach Klasse 10 an der Schule machen können sollen. Mit dem Thema beschäftigt sich der Schulausschuss des Kreistages am Donnerstag, 23. März, um 16 Uhr im Sitzungssaal Burg, Bürgerstraße 64 in Göttingen. Die Elterninitiative will an der öffentlichen Sitzung teilnehmen.

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©Richter