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Zukunftsverein hält in Waake Brautradition am Leben

Pfingstbier zum Kirchengeburtstag Zukunftsverein hält in Waake Brautradition am Leben

Nach dem „Pfingstgeburtstags-Gottesdienst“ am Pfingstsonntag, mit dem das Fest des Heiligen Geistes, die Geburtsstunde der Kirche, gefeiert wurde, trifft sich die Gemeinde im Pfarrgarten neben der alten Waaker Kirche. Neben Sekt, Saft und Schnittchen steht beim „Geburtstagsempfang“ auch ein Fässchen Waaker Pfingst-Pfarrbräu auf dem Tisch, speziell zu diesem Anlass vom Waaker Zukunftsverein gebraut.

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Bierbrauer vom Waaker Zukunftsverein setzen vor dem alten Brauhaus neben der Kirche einen neuen „Zaubertrank“ an.

Quelle: ft

Waake. „Ganz wunderbar“ findet Pastorin Wiebke Vielhauer das dunkle, aber nicht zu herbe Bier und prostet den Gästen zu. „Das ist eine der besseren Einrichtungen in der Gemeinde.“ Es sei schön, dass das Brauen zweckfrei in einer Gemeinschaft stattfinde, die Freude daran habe.

 
Mitglieder des Zukunftsvereins haben auch an diesem Sonntag den 60-Liter-Kessel im Nachbargarten neben dem alten Brauhaus aufgestellt und eine neue Mischung aus Hopfen, Gerste und Malz angesetzt. „Bierbrauen ist nicht schwierig, eigentlich kann das jeder, man muss sich nur trauen“, sagt Martin Egenolf. 65 Grad hat der Sud, der anschließend noch eine Stunde zwischen 72 und 75 Grad erwärmt werden muss, bevor nach einer Phase mit 78 Grad die Maische abgeläutert – gesiebt – wird. „Aus der Maische haben wir auch schon Brot gebacken, wie es im Krieg üblich war“, erzählt Egenolf.

 
Die Pfarrgemeinde besitzt seit Alters her noch Braurechte. Sie waren allerdings in Vergessenheit geraten, bis der frühere Pastor Hinrich Witzel sie vor 20 Jahren wiederbelebte. Es fand sich eine Gruppe, die sich wieder ans Bierbrauen machte. „Auch mit 82 Jahren schmeckt das Bier noch gut, Bier hält jung“, sagt Willi Hartmann, der zu den Gründungsmitgliedern des Zukunftsvereins gehört. „Wir müssen etwas bewahren für die Zukunft“, erklärt Egenolf den Vereinsnamen. Vier- fünfmal im Jahr wird ein neuer Sud angesetzt. Ein spezielles Rezept gibt es nicht. Mal wird es dunkler und herber, mal milder. „Die Mischung machen wir mehr Pi mal Daumen“, sagt Thomas Krull. „Wir experimentieren.“ Tipps holten sich die Bierbrauer vom Braumeister aus Uslar. Mittlerweile wird auch das Brauhaus, das nächstes Jahr 250 Jahre alt wird, wieder genutzt. An der Fachwerkwand wächst sogar Hopfen. Aber der eignet sich nicht besonders gut. Die Bierbrauer lassen sich speziellen Bitter- und milderen Aromahopfen schicken.

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